Huckarder Straßennamen und ihre Geschichte

Die erste Ausgabe der neuen Reihe „Wissenswertes über den Stadtbezirk Huckarde“ stellten die Autoren Dr. Günter Spranke (2.v.l.) und Walter Emmerich (r.) mit Dieter Eichmann (M, Gestaltung), Frank Führer (l., Stadtbezirksmarketing) und Bezirksbürgermeister Harald Hudy (2.v.r.) vor. | Foto: Schütze
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  • Die erste Ausgabe der neuen Reihe „Wissenswertes über den Stadtbezirk Huckarde“ stellten die Autoren Dr. Günter Spranke (2.v.l.) und Walter Emmerich (r.) mit Dieter Eichmann (M, Gestaltung), Frank Führer (l., Stadtbezirksmarketing) und Bezirksbürgermeister Harald Hudy (2.v.r.) vor.
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Huckarde.Wissen Sie, wie die Straße „Mailoh“ zu ihrem Namen kam, was es mit der „Drehscheibe“ auf sich hat, und warum der „Koks­holweg“ so rein gar nichts mit Kohle zu tun hat? Antworten gibt die erste Broschüre aus der Reihe „Wissenwertes aus dem Stadtbezirk Huckarde“.

Vom „Abboweg“ bis „Zum Steigeturm“ – gut 200 Straßen und Plätze gibt es im Stadtbezirk Huckarde. Welche Geschichten hinter den Bezeichnungen stecken, das kann man jetzt nachlesen. Auf 82 Seiten haben die Heimatforscher Dr. Günter Spranke und Walter Emmerich die Ergebnisse ihrer gut einjährigen Forschungsarbeit zusammengetragen. Übersichtlich gestaltet wurde die Broschüre von Dieter Eichmann.
„Ich habe das Buch verschlungen“, lobte Bezirksbürgermeister Harald Hudy die spannende Lektüre, die unter der Ägide des Stadtbezirksmarketings entstand. Wer Straßennamen und ihre Herkunft erklären will, muss oft weit zurückblättern. „Deshalb ist die Broschüre auch ein kleines Geschichtsbuch, das viel über die lokale Historie verrät“, erklärt Dr. Spranke. So ist die Marienstraße die wohl älteste Straße Huckardes, benannt nach der damaligen Marienkapelle. Und auch die Huckarder Straße hat eine lange Geschichte. In alten Karten ist sie als „alte Weg nach Huckarde“ bekannt. Auch so manche Kuriosität kam bei den Forschungsarbeiten zu Tage, berichtet Walter Emmerich. In der Kirchlinder Hangeneysiedlung gibt es zehn Straßenbezeichnungen wie „Abboweg“ und „Lendrichstraße“, die an alte Martener Bauernhöfe erinnern. Der Grund: Vor der Gebietsreform 1975 gehörten Kirchlinde und der Hangeney zum Bezirk Marten.
Die Broschüre ist in einer Auflage von 2500 Exemplaren erschienen. Sie kostet 5 Euro und ist in Huckarde erhältlich in der Buchhandlung Seitenreich, Schreibwaren Huckarder Zentrum und in der Bezirksverwaltungsstelle.

Hintergrund

Der oben erwähnte Straßenname „Mailoh“ geht auf das mittelalterliche „te meloe“ zurück, das damals ein der Allgemeinheit zum Holzeinschlag oder zur Viehmast zustehendes Gelände bezeichnete.

Die „Drehscheibe“ war seit 1916 die Endstation der Straßenbahnlinie 5 an der Huckarder Straße. Von hier ging es zurück in die Innenstadt.

Der „Koksholweg“ in Kirchlinde hat trotz der ehedem nahen Zeche Zollern nichts mit Kohle und Koks zu tun, sondern geht auf einen Bauern mit Namen Koks zurück, der in diesem Bereich einen Hohlweg besaß.
(ame)

Autor:

Andreas Meier aus Dortmund-West

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