"Was Frauen wollen ... und Männer zu wissen glauben": Premiere im KaBARett Flin

Oliver Priebe und Sabine Kügler: So harmonisch wie dieses Bild vermuten lässt, geht es in "Was Frauen wollen ... " nicht immer zu. Foto: KaBARett Flin
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  • hochgeladen von Christina Görtz

Jaja, es ist so eine Sache zwischen den Männern und den Frauen. Eigentlich so herrlich einfach und doch immer wieder kompliziert. Wer Genaueres darüber wissen möchte, kann zahlreiche Abhandlungen und Bücher lesen, tausende Gespräche führen - oder einfach das Stück "Was Frauen wollen ... und Männer zu wissen glauben" schauen.

Das feierte jetzt im KaBARett Flin im Beisein der Autoren Sabine Misiorny und Tom Müller Premiere.
Vom Inhalt einfach erzählt, bei der Umsetzung von Regisseur Philipp Kohlen-Priebe bis ins kleinste Detail durchdacht und ausgearbeitet. Singlefrau Franziska sucht nach Flucht vor der Kirche am Hochzeitstag den Richtigen. Sie hat Blind Dates und geht in Discos, sie arrangiert ein Treffen mit ihrem Ex und geht sogar auf eine Verkupplungsaktion ihrer Mutter ein, aber irgendwie ist das nie das Wahre und der Richtige ist schon mal gar nicht dabei ...
Drei Stühle, ein Tisch, ein Plüschherz und eine Zeichnung - Mann mit blütenverlierender Rose, Frau in schüchterner, abwartender Haltung, dazu die Farben Schwarz und Rot: Mehr braucht das perfekte Bühnenbild nicht, wenn die Schauspieler es so wie Sabine Kügler (Franziska) und Oliver Priebe mit Leben ausfüllen. Spritzig, wortgewaltig, gesten- und mimikreich nehmen sie sich des Themas an, halten einander den Spiegel vor und bringen trotz vieler Lacher eine nachdenkliche Note mit hinein. Erfrischend, dass das ein wie auch das andere Geschlecht seine Eigenarten so ungeschminkt preisgibt.

"Sieht man mir etwa an, dass ich Single bin?" 

Oliver Priebe als Macho, Muttersöhnchen, niederländischer Showmaster, Kellner oder tanzender "Tiger", er kann sie alle: schüchtern, verschämt, unverschämt, ängstlich, herausfordernd. Und Sabine Kügler als Franziska, die zwischen ihren Treffen mit diversen Männern genug Zeit hat zu erzählen und sich dabei selbst zu reflektieren. Nein, neue Erkenntnisse in Sachen Mann und Frau bringt sie dabei nicht zu Tage, aber ihr zuzuhören macht einfach unheimlich Spaß. Sie spannt einen großen Charakterbogen, von leicht hysterisch - da schrillt anfangs ein "Sieht man mir etwa an, dass ich Single bin?" durch den Raum - über sprunghaft bis sehr nachdenklich. "Ich weiß nicht, was ich will", sagt sie so gegen Ende. Aber gibt sie die Suche wirklich auf?
"Jeder wird etwas entdecken, was er auch schon mal erlebt hat", hat Regisseur und Hausherr Philipp Kohlen-Priebe im Vorfeld über das Stück gesagt. Damit behält er Recht. Männer stupsen ihre Frauen an und lächeln, Frauen schauen ihre Männer von der Seite an mit dem Das-kenne-ich-irgendwo-her-Blick. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gehören halt zu unserem Leben dazu. So wie hier umgesetzt, machen sie aber halt einfach mal hauptsächlich Spaß.
"Die Steine habt Ihr plumpsen hören, oder?", fragte und freute sich dann ein strahlender Philipp Kohlen-Priebe nach der Premiere, bei der alle 99 Stühle im kleinen Theater besetzt waren und nach der alle 99 Besucher lange begeistert applaudierten.

Info 

Die Vorstellungen von "Was Frauen wollen ... und Männer zu wissen glauben" - Der kabarettistische Beziehungs-Spaß sind bis einschließlich Januar komplett ausverkauft. Neue Termine werden auf der Seite kabarettflin.de bekannt gegeben. Oliver Priebe und Sabine Kügler: So harmonisch wie dieses Bild vermuten lässt, geht es in "Was Frauen wollen ... " nicht immer zu. Foto: KaBARett Flin

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