Düsseldorfer Schulkatastrophe erfordert drastische Maßnahmen!

Öffentliche Sitzung der AfD-Ratsgruppe
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Öffentliche Sitzung der Ratsgruppe der AfD am 23.09.2014

Thema der öffentlichen Sitzung der AfD-Ratsgruppe war die katastrophale Schulsituation in Düsseldorf. Albert Schröder, Vorstandsmitglied der „Elternschaft Düsseldorfer Schulen“ (EDS), referierte zum Thema.

An den Düsseldorfer Grundschulen liegt die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse mit über 28 deutlich über dem Richtwert des Landes NRW von 24 (ab nächstes Jahr 22,5). Dasselbe gilt für die Sekundarstufe: Der Richtwert beträgt 28 (ab nächstes Jahr 26,5).
Tatsächlich beträgt die durchschnittliche Klassenstärke an Düsseldorfer Gymnasien, der mit Abstand am stärksten nachgefragten Schulform, über 32!
D. h.: Die Schülerzahlen pro Klasse liegen in Düsseldorf 20 Prozent und mehr über den Richtwerten des Landes. Darunter leidet die Unterrichtsqualität erheblich.
Der Schulbau, für den die Stadt als Schulträger verantwortlich ist, wurde durch die bisher regierende CDU-FDP-Ratskoalition jahrelang stark vernachlässigt - trotz erfreulicherweise deutlich steigender Bevölkerungs- und Kinderzahlen!
Stattdessen wurden extrem teure Luxus- und Prestigeprojekte wie der Kö-Bogen oder die Wehrhahn-Linie vorangetrieben – auf dem Rücken von Schülern und Lehrern.
Alleine nur um für die jetzt vorhandenen Schüler die vom Land vorgegebenen Sollwerte zu erreichen, muss die Düsseldorfer Schulkapazität um rund 20 Prozent erhöht werden! Das entspricht rund 30 neuen Schulen.
Berücksichtigt man dann noch zusätzlich das auch weiter zu erwartende Wachstum (im neuen Schuljahr 2014/15 waren es über 400 Erstklässler mehr als im Vorjahr – rund 18 Klassen bei 22,5 Schüler pro Klasse), so ergibt sich für die nächsten 5 bis 6 Jahre ein Erweiterungsbedarf um insgesamt rund 40 Prozent! Bei über 150 Schulen in Düsseldorf sind dies rund 60 neue Schulen - um wieder zu normalen Verhältnissen zurück zu kehren!
Den dafür benötigten Investitionsbedarf für die nächsten 5 bis 6 Jahre bezifferte Herr Schröder auf etwa 1 Mrd. EURO! Herr Schröder belegte auch, dass in den letzten Jahren die für den Schulbau geplanten Mittel nur zu einem geringen Teil auch tatsächlich für den Schulbau ausgegeben wurden.

Dazu die AfD-Ratsgruppe: „Der Schulentwicklungsplan ist von den Geburtenzahlen längst überholt worden. Schon heute ist klar, dass wir bis 2020 rund 50 bis 60 neue Schulen brauchen. Etwa die Hälfte davon müssen sofort in Angriff genommen werden, wenn man von einer Bauzeit von 3-4 Jahren ausgeht.
Wir können nicht zulassen, dass im Bildungsbereich gespart wird, um dann das Geld für Prestigeprojekte auszugeben.
Bildung ist der Rohstoff unserer Gesellschaft. Dafür müssen Gelder umgeschichtet werden. Noch nicht begonnene Projekte wie die Verlängerung der Rheinufer-Promenade oder das teure U81-Neubauvorhaben müssen hinterfragt und verschlankt, wenn nicht sogar fallengelassen werden.“

Autor:

Nick Bender aus Düsseldorf

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