Überzeugung oder Hobby?

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Rund 16.000 Männer und Frauen in Düsseldorf haben ein gemeinsames Hobby: ihren Schützenverein. Rechnet man die beteiligten Familienmitglieder hinzu, dürfte sich diese Zahl zumindest verdoppeln.
Von Unwissenden vielfach belächelt und mit dem Prädikat „veraltet“ abgestempelt, bringen solche Vorurteile natürlich Probleme mit sich, besonders wenn es um das Thema Mitglieder und Nachwuchs geht. Viele Schützenkameraden versuchen gegenzusteuern und setzen sich für ein besseres Image ihres Vereins ein, denn oftmals sieht die Realität ganz anders aus, Information und Aufklärung sind angesagt.

Immer wieder gibt es negative Schlagzeilen durch unsachgemäßen Umgang mit Pferden in Festzügen aller Art und daraus resultierenden Unfällen. Eigentlich sollte der Umgang mit diesen Vierbeinern regelmäßig trainiert werden, bevor es zu solchen Aktivitäten kommt. Nicht immer wird das so genau genommen, anders zum Beispiel im Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf Bilk. Hier sind Nachweise über absolvierte Trainingsstunden zu Pferd nachzuweisen, bevor es zum Schützenzug geht.

Klar, dass hier vorgenannte Negativpresse nervt! Um zu zeigen, dass es auch anders geht, haben sich Kameraden des Offizierscorps für einen ganz neuen Weg entschieden: Sie wollten Sie haben an der Verbrauchermesse „Hund und Pferd“ in Dortmund teilgenommen um dem dortigen Publikum zu zeigen: es geht auch anders!

Während dieser drei Messetage wurde die Reitershow von Michael Paulus (ebenfalls Offizierscorps Bilker Schützen und Betreiber von Ars Equitandi ) dreimal pro Tag aufgeführt und die Offiziere des Bilker Vereins darin integriert.

In einer einzigartigen Show begeisterten sie das Publikum, im Vorfeld waren hierzu viele Trainingseinheiten notwendig die natürlich ebenso Geld und Freizeit verschlangen wieder der dreitägige Aufenthalt, nebst Transport der Pferde nach Dortmund, selber.
Das dieses Engagement Sinn macht, zeigte sich bereits im Vorfeld. Die Ankündigung des Vorhabens wurde von selbsternannten Tierschützern böse kommentiert, auch in Dortmund selber gab es Diskussionen mit einigen Zuschauern. Dressurreiten im Frack scheint beim Publikum einen gänzlich anderen Hintergrund zu haben wie das Gleiche in Schützen-Uniform.

Kompliment, - alle Achtung kann man da nur sagen und ein herzliches Dankeschön.
Bei so viel Einsatz bleibt letztlich die Frage: ist das noch Hobby?
Oder ist das schon die Lebenseinstellung „Schütze zu sein“ – sich zu Gunsten einer anderen, sozial ausgewogenen Gesellschaft zu engagieren?

Fotos: Michael Paulus

Autor:

Rene Krombholz aus Düsseldorf

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