Keine Chance

Eine Tagesmutter für ihren Sohn Phil würde Beate Manhardt weiter helfen. Leider beteilgt sich der Kreis nicht an den Kosten. Foto: Jörg Terbrüggen
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Rees. Nun hat Beate Manhardt ein Problem. Die Mutter von vier Kindern hatte auf die Bezuschussung einer Tagesmutter gehofft. Doch der Kreis winkte ab. Keine Chance. Geld gibt es nur für berufsbedingte Abwesenheit. Und genau hier liegt das Problem.

Lebensgefährte Rolf Schiffbauer ist von Beruf Bäcker und Beate Manhardt sah sich nach der Geburt von Söhnchen Phil gezwungen, wieder arbeiten zu gehen. Eigentlich überhaupt kein Problem, denn genau für diese Fälle wird die Betreuung durch Tagesmütter gesetzlich geregelt, falls kein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Also stellte die Mutter von vier Kindern - drei gehen bereits zur Schule - beim Kreis den Antrag, die Kosten für eine Tagesmutter zu übernehmen.
Diesen schickte sie ausgefüllt zum Kreis, doch dort kam er aus unerklärlichen Gründen nie an. So informierte sich Beate Manhardt per Telefon bei mehreren Stellen im Kreis. „Eine Tagesmutter konnte man mir in Haldern anbieten, aber die hätte ich selbst bezahlen müssen.“ Das sitzt finanziell aber nicht drin.

Die Begründung dieser Erklärung erteilt uns Pressesprecher Eddi Großkemper auf Anfrage: „Nur die berufsbedingte Abwesenheit lässt nach der Satzung diese Kosten zu.“ Und das ist bei der Familie der springende Punkt. Rolf Schiffbauer kommt nach der Nachtschicht als Bäcker am Morgen zwischen 9 und 10.30 Uhr nach Hause. Da seine Lebensgefährtin aber einen Job im Einzelhandel hat, kann sie nicht immer garantieren dann auch zuhause zu sein. Also müsste sich, laut Gesetz, der Mann um das Kind kümmern und auf seinen wohlverdienten Schlaf verzichten.

„Meine Mutter wohnt in Wesel, das ist zu weit weg und bei seinen Eltern geht es aus gesundheitlichen Gründen nicht. Wenn ich mir das leisten könnte, würde ich mir den Stress doch nicht antun und schön zuhause bleiben und mich um das Kind kümmern. So hat man mir beim Kreis gesagt, für das Schlafen meines Mannes würde man nicht bezahlen.“
Es geht um die Übergangszeit von einem Jahr. Denn Phil ist bereits für die U 3-Betreuung im Kindergarten angemeldet. Jetzt ist guter Rat teuer.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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