Golden Goal durch Schüller - SGS Essen startet mit zwei Siegen in die Saison

Applaus von Jana Feldkamp für den gelungenen Treffer ihrer Mannschaftskollegin Lea Schüller. Die traf gegen Angstgegner Hoffenheim zum verdienten 1:0.
  • Applaus von Jana Feldkamp für den gelungenen Treffer ihrer Mannschaftskollegin Lea Schüller. Die traf gegen Angstgegner Hoffenheim zum verdienten 1:0.
  • Foto: Gohl
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Eigentlich könnte SGS-Trainer Daniel Kraus rundum zufrieden sein. Sein Team legt einen Auftakt nach Maß hin. Zweites Spiel, zweiter Sieg. Mit sechs Punkten findet sich die SGS Essen auf Tabellenplatz zwei wieder. Direkt hinter den Turbinen aus Potsdam. Aber der Cheftrainer sieht noch Potenzial nach oben.

Und er hat nicht ganz unrecht, zumindest was die Chancenauswertung seines Teams angeht. Die Partie gegen die Gäste aus Hoffenheim hätte durchaus mehr Tore verdient gehabt. Chancen gab es reichlich, nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten beider Teams quasi im Minutentakt. Eine unterhaltsame Partie, die die Bundesligisten ablieferten. In Sachen Tore herrschte jedoch lange Zeit Flaute.
Für die erste Schrecksekunde im Stadion sorgte Charline Hartmann. Nach einem Zweikampf fiel die SGS-Angreiferin unglücklich auf die Hand. Doch Hartmann konnte nach kurzer Behandlungspause weitermachen. Glück für die SGS.

Abseitsfalle schnappte regelmäßig zu

Einen geordneten Spielaufbau vermisste man in den Anfangsminuten auf beiden Seiten. Bei der SGS mangelte es zunächst an Paßgenauigkeit, den Hoffenheimerinnen fiel nicht viel mehr ein, als der Versuch, mit langen Bällen hinter die Essener Abwehrreihen zu kommen. Doch die Abseitsfalle schnappte mit schöner Regelmäßigkeit zu.
Knapp zehn Minuten waren um, als die SGS erstmals wirklich gefährlich vor dem Tor der Hoffenheimerinnen auftauchte. Doch Linda Dallmann verfehlte knapp. Auch Jana Feldkamp konnte wenig später Tufekovic im Gästetor nicht überwinden. In der 29. Spielminute hatte Kozue Ando den Führungstreffer für die SGS auf dem Fuß, doch auch der japanischen Nationalspielerin gelang es nicht, den Ball im Netz versenken. Im direkten Gegenzug sorgten die Hoffenheimerinnen für Gefahr. Martina Moser zog von der Strafraumgrenze ab. Die Latte verhinderte Schlimmeres.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es wiederum Ando, die ihre Mannschaft hätte in Front bringen können, ja eigentlich müssen. Die SGS-Führung wäre zu diesem Zeitpunkt längst verdient. Doch mehr als ein 0:0 gab es nicht zur Pause.

Aluminium rettete SGS vor dem Rückstand

Nach Wiederanpfiff machten die Essenerinnen da weiter, wo sie in Halbzeit eins aufgehört hatten. Es war ein munteres Spiel mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Hoffenheims Tufekovic rettete das ein oder andere Mal, parierte einen Schuss von Kozue Andoin letzter Sekunde auf der Linie. Auf Seiten der Essenerinnen war Lisa Weiß im Tor ein sicherer Rückhalt. Und natürlich das Lattenkreuz. Nach einem Eckstoß kam Hoffenheims Kristin Demann frei zum Kopfball. Die Abwehr war geschlagen. Das Aluminum rettete Essen an diesem Nachmittag zum zweiten Mal vor dem Rückstand.
Bis zur 68. Minute mussten die 1.031 Zuschauer im Stadion an der Hafenstraße auf den erlösenden Treffer warten. Wieder war es Lea Schüller, der auf Zuspiel von Charline Hartmann der entscheidende Treffer gelang.
Mit der Einwechslung von Sara Doorsoun (68. für Kozue Ando) sorgte Daniel Kraus Mitte des zweiten Durchgangs für zusätzliche Gefahr auf dem Feld. Kaum im Spiel hatte die Nationalspielerin die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Mit ihrer Einwechslung begann die stärkste Phase der SGS. Doch es blieb beim "Golden Goal" durch Lea Schüller.
In der Liga geht es für die SGS erst am 25. September in Frankfurt weiter. Jetzt ist erst einmal Länderspielpause. Für den Auftritt der Nationalelf wurden auf Essener Seite mit Klasen, Doorsoun, Weiß und Dallmann gleich vier Spielerinnen nominiert.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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