Verkehrssituation rund um die Steeler Straße macht einige Anwohner „rasend“
Auf dem Holleter ist die Hölle los

Steeler Straße: Eine Baustelle wechselte sich mit der nächsten ab - seit 2017 ein gewohnter Anblick für Anwohner Michael Kraus.
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  • Steeler Straße: Eine Baustelle wechselte sich mit der nächsten ab - seit 2017 ein gewohnter Anblick für Anwohner Michael Kraus.
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Auf der Steeler Straße wird oft gebuddelt, umgeleitet und gesperrt. Auch in den Nachbarstraßen wird die Verkehrssituation zunehmend zum Ärgernis für die Anwohner. Einer ist jetzt aktiv geworden.

Wenn Anwohner Michael Kraus morgens gegen acht oder neun Uhr aus dem Fenster blickt, hat er direkt einen „Mordsverkehr“ vor Augen. „Die Straße ‚Auf dem Holleter‘ ist eigentlich eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße und darüber hinaus ein belebter Schul- und Kindergartenweg“, berichtet Kraus. Seit 2006 wohnt er in einer Querstraße und hat jeden Morgen freie Sicht auf das bunte Treiben. Dass nun vermehrt Autos den morgendlichen Schulweg der Kinder kreuzen, hält er für höchst gefährlich.

Das sei nicht immer so gewesen rund um ‚den Holleter‘, wie ihn die Anwohner gerne nennen. „Es war mal eine eher ruhige Siedlung, die jetzt viel von ihrem Charme verloren hat“, bedauert Kraus. Begonnen habe alles mit dem barrierefreien Umbau der Haltestelle Dinnendahlstraße im Oktober 2017. Zur Verkehrsentlastung wurde der Holleter – eigentlich eine Anliegerstraße – zwecks einer Umleitung für den Verkehr freigegeben.
Die Baustelle ist schon lange beendet und die Umleitung aufgehoben – dennoch nutzen laut Kraus viele Autofahrer den Holleter weiterhin als Ausweichstraße. „Die Polizei kommt zwar und schreibt Knöllchen – aber wenn sie wegfährt, geht es genauso weiter wie vorher“, beobachtet der genervte Anwohner häufig.

Verkehr „volle Kanne“

Dass sich die Verkehrssituation schnell wieder legt, glaubt Michael Kraus nicht: „Eine Baustelle löst die andere ab – mal ist es die Straßenbahn, mal die Elektro- und dann wieder die Wasserleitungen. Ist eine Sache zu Ende, geht es wieder von vorne los“, resümiert er die vergangenen Jahre. „Gerade etabliert sich ein neuer Dauerzustand und der heißt: Verkehr volle Kanne“, so die Befürchtung. Von der Hand zu weisen sind diese Bedenken nicht – derzeit ist die Haltestelle Parkfriedhof dran. Seit Anfang April werden dort die Bahnsteige verlängert und barrierefrei ausgebaut. Das bedeutet weitere Behinderungen auf der Steeler Straße für ein weiteres Jahr.

Damit der Holleter nicht weiterhin eine ernste Gefahr für die Schulkinder bleibt, sieht Kraus schnellen Handlungsbedarf: „Die Temposchwellen, die für die Zeit der Umleitung entfernt wurde, sollten wieder aufgetragen und zusätzliche Einbauten zur Verlangsamung des Verkehrs installiert werden.“ Ein dichteres Nahverkehrssystem sowie die Umwandlung in eine Einbahnstraße sieht er als weitere hilfreiche Möglichkeiten an, den Holleter als Ausweichstraße wieder unattraktiver zu machen.

Wer ist zuständig?

Bei der Suche nach dem Zuständigen drehte sich Michael Kraus sprichwörtlich im Kreis. „Ich habe mich an die Ruhrbahn, den VRR und das Straßenverkehrsamt gewendet. Alle haben jeweils auf anderen verwiesen und sich gegenseitig die Verantwortung zugeschoben“, erinnert er sich frustriert.
Auch aus städtischer Sicht könne der Verkehr nicht kontrolliert werden. „Wir raten Anwohnern, die Interesse daran haben, sich direkt an die Bezirksvertretung zu wenden“, erklärt eine Mitarbeiterin der städtischen Pressestelle auf Nachfrage. Das hat Michael Kraus nun getan – jüngst verfasste er ein Schreiben an die Vertreter von SPD und den Grünen in der Bezirksvertretung.

Autor:

Claudia Kornicki aus Essen-Borbeck

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