Lisa Loch überrascht beim Golfclub Essen-Heidhausen
Zur Platzreife geführt

Lisa Loch erhält aus der Hand von Golflehrer Tim Müller die Urkunde der Platzreife.
Foto: Bangert
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Die Umfrage erstaunte: 32 Prozent der Deutschen würden gerne einmal den Golfschläger schwingen. Aber nur die wenigsten ringen sich dazu durch, es wirklich zu versuchen. Zu elitär. Zu teuer.

Stimmt überhaupt nicht, sagt Helge Brinkschulte und lädt herzlich in den Golfclub Essen-Heidhausen ein. Er sitzt auf der gemütlichen Terrasse der Clubgastronomie und zählt Möglichkeiten auf: „Unsere Driving Range zum Abschlagüben mit einem Ballautomaten ist öffentlich. Da kann sich jeder ausprobieren.“ Die 29 Euro für einen Schnupperkurs enthielten Leihschläger sowie ausreichend Übungsbälle und seien gut angelegt. Wer dann Blut geleckt habe, könne in den Grundkurs einsteigen. Und bei Mitgliedschaften sei der Heidhauser Club dank seiner Gemeinnützigkeit günstigster der Region.

Ein Heidhauser Mädchen

Da kommt ein Heidhauser Mädchen um die Ecke und winkt fröhlich mit einer Urkunde: „Ich habe es geschafft.“ Lisa Loch strahlt. Unter dem Slogan „Meine Heimat, mein Club“ leiht die bekannte Schauspielerin und TV-Moderatorin dem Golfclub ihr Gesicht für eine breit angelegte Image-Kampagne. Golflehrer Tim Müller hat sie zur Platzreife geführt: „Das hat Lisa sehr gut gemacht. Wir sind zügig durchgekommen.“ Er führe seine Schützlinge mit Absicht geradezu nebenbei durch die Prüfung, damit gar nicht erst Druck aufgebaut werde: „So 12 bis 18 Stunden braucht man schon. Eine Frage von Zeiteinsatz und Talent.“ In lockerer Atmosphäre gelinge vieles besser. So auch der praktische Teil der Prüfung: „Wir haben neun Löcher gespielt. Die ersten drei Löcher waren zum Eingrooven und dann hat Lisa so richtig aufgedreht. Sie hat 14 Punkte erreicht. Klasse.“ Nun möchte es der Prüfling doch genau wissen: „Mir hätten 12 Punkte gereicht, oder?“ Unschuldiges Lächeln bei Fräulein Loch, die es den Lästerern zeigen will: „Ich möchte Vorurteile abbauen. Golf ist ein geselliger Sport. Hier spielen auch viele junge Leute. Auf dieser wunderschönen Anlage in herrlicher Natur genieße ich die Stille abseits des Trubels.“ Auch die theoretische Prüfung war keine Hürde und Manager Jochem Schumacher zeigt sich beeindruckt: „Lisa war ratzfatz fertig. Perfekt. Da hat sie intensiv mit der Regel-App gebüffelt.“ Auch die Platz-Etikette beherrscht die 35-Jährige wie aus dem Eff-Eff: „Das sind Verhaltensregeln wie Vorsicht walten lassen, niemanden gefährden, Löcher wieder glätten.“ Das muss auch sein, denn in Heidhausen wird kein Schmuh gemacht. Hier muss es der höchste Qualitätsstandard sein, die offizielle Platzreife des Deutschen Golfverbandes, sagt Schumacher: „Alles andere wäre unseriös.“

Hauptrolle für Lisa Loch

Lisa Loch lebt zwar in München, besucht aber gern und oft die Heimat: „Mein Elternhaus liegt nur wenige hundert Meter entfernt vom Golfplatz.“ Durch Corona war etwas Zeit und die Platzreife wurde in drei Wochen strukturiert angegangen. Natürlich freue sie sich sehr, so gut abgeschnitten zu haben: „Es macht Spaß, von Runde zu Runde dazu zu lernen und die Trefferquote zu verbessern. Übung macht halt den Meister. Nun bin ich schon gespannt auf die ersten Wettkämpfe.“ Der Ehrgeiz ist geweckt. Lisa Loch könnte sich gut vorstellen, bei Charity-Turnieren mitzumischen. Der Intensivkurs wurde von einem Filmteam begleitet, wie Vereinssprecher Helge Brinkschulte erklärt: „Daraus soll ein Promo-Video entstehen für unsere Homepage, das genau erklärt, was die Inhalte sind bei so einem Platzreifekurs. Mit Lisa in der Hauptrolle. Wir möchten zukünftig Gruppenkurse anbieten, möglichst schon in diesem Jahr. 2021 werden wir dann voll durchstarten.“

Tausendermarke knacken

Wie sieht eigentlich der klassische Neueinsteiger aus? „Der ist so um die 40, 50 Jahre alt und kommt ganz oft mit der Familie zu uns.“ Dem Klischee vom Sport für ältere Herren in karierten Hosen möchte man mit einer Charmeoffensive begegnen. Das klappt bestens. Trainer Tim Müller wirft ein: „Wir haben rund 100 Kinder und Jugendliche in unseren Reihen. Bis 14 Jahren zahlen sie gerade einmal acht Euro im Monat.“ Auf den Heidhauser Höhen hat sich eine ganz andere Willkommenskultur entwickelt. Hürden wurden abgebaut, alle sind gut drauf und echt nett. Steigende Mitgliederzahlen sprechen da Bände, sagt Schumacher. Golf werde seit Corona verstärkt als kontaktloser Outdoor-Sport wahrgenommen: „Wir haben in diesem Jahr schon 57 Neuanmeldungen und es ist erst Anfang August.“ Zurzeit hat der größte Essener Club 960 Mitglieder, bald könnte also die Tausendermarke geknackt werden.

Lisa Loch erhält aus der Hand von Golflehrer Tim Müller die Urkunde der Platzreife.
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Golflehrer Tim Müller hat Lisa Loch zur Platzreife geführt: „Das hat sie sehr gut gemacht.“
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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