Star der Story: Ein Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Goldzähne - grandios für Schüler...

Begeisterung in der Kuschelecke, Hüttmannschule, mit der Toniebox von li. Doris Eisenmenger, Dr. Advi Brajshori, Rektorin Barbara Linden, pädagogische Fachkraft Bianca Klingbeil.
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  • Begeisterung in der Kuschelecke, Hüttmannschule, mit der Toniebox von li. Doris Eisenmenger, Dr. Advi Brajshori, Rektorin Barbara Linden, pädagogische Fachkraft Bianca Klingbeil.
  • Foto: Schattberg
  • hochgeladen von Ingrid Schattberg

Eine Zeitung lebt von Lesertipps. Glücks-Griff war vor kurzem der Anruf von Dr. Avdi Brajshori, Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Was er uns sagte, riss uns – rumms – vom Hocker. Denn der 46-Jährige, Vater von einem Kind, wollte – wie alle Jahre wieder – Geld verschenken! In den Vorjahren flossen gar viele Spenden von ihm u. a. nach Kosovo; Jemen. Wohin 2019? „Meine Patienten wissen, dass ich regelmäßig was Gutes mache für Bedürftige.“
Tja, sie überlassen dem Arzt häufig ihre gezogenen Goldkronen, Gold-Plompen. Sodann stockte er die Summe auf. 500 Euro – wohin?

Der West Anzeiger sprach mit Doris Eisenmenger, stellv. Bezirksbürgermeisterin, die stets ein großes Herz für Kinder hat. Sie kennt die Bedürftigkeit an Essener Schulen – besonders in Altendorf. Schwupp – schnell konnte sie den Arzt mit seiner Spende für die Hüttmannschule überzeugen.

Klar, happy war sofort Barbara Linden, Schulleiterin, denn heutzutage ist nur gute Schule machbar mit viel Herzblut, viel Überstundeneinsatz – bei zu wenig Personal, zu wenig Geld - mit fast 400 Schülern, 31 Nationalitäten!Blitzschnell stand für die Rektorin fest: „Wir würden gerne unsere kleine Schulbücherei erweitern oder auch sehr gerne für die differenzierte Förderung unserer heterogenen Schülerschaft sogenannte Tonieboxen anschaffen.“
Tonieboxen? Fakt, damit ist eine neue Art Hörabenteuer erlebbar - passend zur Geschichte - mit Musik untermalt; Schüler stellen bestimmte Figuren auf die Box. Hörfiguren gibt es zu unterschiedlichen Geschichten – beispielsweise „Der Löwe der nicht schreiben konnte“, die „Olchies“...

Barbara Linden fächert auf: „Kindern, denen das Lesen noch schwerfällt, bekommen einen leichteren Zugang. Es können aber auch eigene Geschichten erfunden werden und Wissensvermittlung über den auditiven Zugang somit unterstützt werden.“
Upps, die Toniebox-Idee hatte wiederum Bianca Klingbeil, pädagogische Fachkraft. Sie schleppte von Zuhause Box und Figuren in die Schule, überzeugte im Nu die gesamte Lehrerschaft.
Volltreffer war dann das gemeinsame Treffen in der Schule mit Dr. Avdi Brajshori.
Doris Eisenmenger räumt ein: „Leider bleibt heutzutage bei vielen Familien das Vorlesen auf der Strecke. Viele Kinder erleben es kaum, bei Oma, Mama oder Papa im Arm zu liegen - dabei Lauschen beim Vorlesen. Eine Schule kann das Defizit nicht ausgleichen. Schon gar nicht bei Klassenstärken wie im Essener Norden. In der Schule ist die Toniebox eine große Unterstützung. Kindern werden die Geschichten aus den Kinderbüchern vorgelesen. Sie können zuhören, abschalten und entspannen. Eventuell negative Energie oder Aggression kann sich ins Positive umwandeln. Kinder können zur Ruhe kommen. Das finde ich großartig und werde das Projekt unterstützen.“
Strahlende Augen beim Arzt. „Ich bin begeistert. Wenn Kinder gut gearbeitet haben, kann man die Toniebox auch als Belohnung ansehen.“

Hut ab vor Schul-Engel Dr. Brajshori, der aus einem Kriegsgebiet floh, in Essen-Altendorf wohnt, in Essen-Stadtmitte praktiziert.

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