AWO diskutiert in Gevelsberg
Demokratie geht alle an

Die Organisation des Fachtages erfolgte mit der Integrationsagentur AWO EN, gefördert durch das Land NRW.
  • Die Organisation des Fachtages erfolgte mit der Integrationsagentur AWO EN, gefördert durch das Land NRW.
  • Foto: AWO
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Unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen!“ hat die AWO Ennepe-Ruhr eine Fachtagung in der AWO-Geschäftsstelle in Gevelsberg organisiert.

Mehr direkte Demokratie, also zum Beispiel mehr Volksentscheide zu einzelnen Themen statt nur Wahlen alle paar Jahre? Lothar Knothe ist jetzt dagegen: „Mich ängstigt das. Meinungsbildung wird derzeit kurzfristig über viele Medien und Nachrichten auf dem Smartphone hervorgerufen. Und dann passiert so etwas wie der Brexit.“ Der freiberufliche Trainer in interkulturellen, interreligiösen und demokratischen Kontexten war Gastredner der Tagung „Mehr Demokratie wagen!“, mit der sich die AWO EN in diesem Jahr an der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beteiligte.
„Demokratie ist kein Selbstläufer und geht auch nicht nur Politiker etwas an. Demokratie ist eine Lebensform. Aber es braucht Impulse, um am Gelingen mitwirken zu wollen und Verantwortung zu übernehmen. Als Wohlfahrtverband haben wir da eine besondere Aufgabe. So ist es schon in der Kita unser Auftrag, Mitwirkung zu üben“, unterstrich Esther Berg, Leiterin des AWO-Fachbereiches „Soziale Dienstleistungen“ in ihrer Begrüßungsrede.
Rund 90 Teilnehmer aus dem EN-Kreis setzten sich in Workshops einen ganzen Tag lang mit den verschiedenen Facetten der Demokratie, ihrem aktuellen Zustand in Deutschland und anderswo, ihren Voraussetzungen und auch den Anstrengungen eines demokratischen Miteinanders auseinander.
Lothar Knothe hatte zuvor in seinem einstündigen Vortrag eine Menge Denkanstöße gegeben. Vor allem vor dem Hintergrund wieder wachsender rassistischer Tendenzen beleuchtete er das Thema. Er lebe in einer binationalen, schwarzen und weißen Familie: „Mit Rassismus habe ich Erfahrungen gemacht und meistens keine guten."
AWO-Geschäfsführer Jochen Winter fragte nach einem Tipp, wie die Mitarbeitenden, die in den vielen Kindertageseinrichtungen der AWO EN für die frühe Bildung von Kindern verantwortlich seien, Spaß an Demokratie vermitteln können. Knothe: „Es sind pädagogische Prozesse nötig, um zu lernen, immer wieder nachzufragen und zu reflektieren, um etwas über sich selbst und andere zu erfahren.“ Demokratie sei auch nervig. Aber sie müsse schon in der Kita gelebt werden.
Die Tagung fand in der AWO-Geschäftsstelle in Gevelsberg statt.

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