Vorbild, Macher und Menschenfreund - Abschied von Volker Stein

Zum Abschied schien die Sonne. Als sich am gestrigen Dienstag hunderte Trauergäste in der Erlöserkirche an der Erbfelder Straße in Gevelsberg versammelten, schien die Sonne durch die bunten Kirchenfenster und verabschiedete sich mit ihrem warmen Glanz von Volker Stein. Der ehemalige Landrat hat Gevelsberg über Jahrzehnte geprägt, entsprechend bewegend war seine Trauerfeier, an der auch Bürgermeister Claus Jacobi und Landrat Olaf Schade teilnahmen.
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  • Zum Abschied schien die Sonne. Als sich am gestrigen Dienstag hunderte Trauergäste in der Erlöserkirche an der Erbfelder Straße in Gevelsberg versammelten, schien die Sonne durch die bunten Kirchenfenster und verabschiedete sich mit ihrem warmen Glanz von Volker Stein. Der ehemalige Landrat hat Gevelsberg über Jahrzehnte geprägt, entsprechend bewegend war seine Trauerfeier, an der auch Bürgermeister Claus Jacobi und Landrat Olaf Schade teilnahmen.
  • hochgeladen von Nina Sikora

Er war Tänzer, Tennisspieler, BVB-Fan, Fotograf, Politiker, Perfektionist, Menschenfreund... Volker Stein war Vieles und alles was er anfing, verfolgte er mit vollem Herzen. In der Nacht zu Dienstag, 4. September, verstarb der ehemalige Landrat im Alter von 75 Jahren. Am gestrigen Dienstag, 11. September, fand in der Erlöserkirche in Gevelsberg die Trauerfeier statt.

Volker Stein betrat 1981 die politische Bühne im Ennepe-Ruhr-Kreis, als er den Posten als Stadtdirektor von Gevelsberg übernahm. Am 18. März 1996 war Volker Stein zum ersten hauptamtlichen Landrat gewählt worden. 1999 folgte die Wiederwahl durch die Bürgerinnen und Bürger. Im Jahr 2002 bekam Stein die Diagnose Parkinson und ging in den frühzeitigen Ruhestand. Seine politische Karriere in Gevelsberg begann er quasi aus dem Nichts kommend und wurde im Laufe der Jahre zu einem engagierten und geschätzten Mitglied der Gevelsberger-Gemeinde. Sein Lebensmotto lautete: „Carpe diem“ – Übersetzung: „Genieße den Tag“.

Persönlichen Geschichten aus dem Leben

Die kleine Kirche an der Elberfelder Straße war am gestrigen Dienstag gut gefüllt. Familie, Freunde und Wegbegleiter nutzen die Gelegenheit, Abschied von Volker Stein zu nehmen. "'Carpe Diem' war sein Lebensmotto. Wir nutzen den Tag heute, um Volker Stein zu ehren", begann Bestattermeister Udo Andriessen von Kemper Bestattungen seine Trauerrede. Mit warmen Worten und vielen persönlichen Geschichten aus dem Leben des Verstorbenen leitete er die Trauerfeier für den ehemaligen Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises ein. "Wenn wir uns erinnern an den Menschenfischer Volker Stein, dann hat er eins geschafft: Spuren zu hinterlassen", so Udo Andriessen. In seiner Trauerrede zeichnete er ein klares Bild von Volker Stein, dem engagierten, lösungsorientierten und sozialen Mann, der bei allem was er anpackte 100 Prozent gab und nach Perfektion strebte.

Er bleibt uns vor Augen lebendig

Auch der Bürgermeister von Gevelsberg, Claus Jacobi, kam zur Trauerfeier und nahm Abschied von Volker Stein, dem "treuen Freund und Diener unserer Stadt". Er erinnerte in seiner Rede unter anderem an den Stadtumbau und die Südumgehung und wie Volker Stein infolgedessen quasi im Alleingang die kommunale Bürgerbeteiligung erfand, um dieses Projekt durchzusetzen. "Er bleibt uns vor Augen lebendig durch die vielen sichtbaren Spuren, die er in der Stadt hinterlassen hat", stellte der Bürgermeister in Hinblick auf all die, von Volker Stein angestoßenen Veränderungen in Gevelsberg fest - insbesondere im Hinblick auf die Stadtharfe als Wappen der Stadt Gevelsberg.

Dank an seinen Weggefährten

Zudem lobte er das Engagement des ehemaligen Landrats für Kunst und Kultur sowie insbesondere im Bezug auf die städtische Musikschule, die Stein gründete und aufbaute. Zur Trauerfeier kamen gerade deshalb auch Musiker der Musikschule und spielten tragisch, verträumte jazzlastige Trauermusik mit Klavier und Saxofon. Bürgermeister Jakobi schloss seine Rede mit einem Dank an seinen Weggefährten: "Lieber Volker, wir sagen zum letzten Mal Danke für alles was du für uns und unser Gevelsberg getan hast. Und wir verneigen uns vor dir und deiner Lebensweise."

Historische Person des Ennepe-Ruhr-Kreis

Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, äußerte seinen Respekt für Volker Stein, dessen Leistungen und vor allem auch seinem offenen Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung. "Für mich ist Volker Stein eine historische Person des Ennepe-Ruhr-Kreis und ein Vorbild", schloss er seine Rede.

Blumen zum Abschied

Zum Ende der Trauerfeier dankte die Familie von Volker Stein allen Anwesenden für "die warmen Worte" und den gespendeten Trost. Die Musiker der Musikschule spielten das Lied "Die Gedanken sind frei" und die Trauernden bekamen die Gelegenheit sich am Sarg von Volker Stein zu verabschieden. Anders als üblich gab es diesmal für die Gäste und nicht für den Verstorbenen Blumen zum Abschied. Eine letzte Hommage an die soziale Lebensweise von Volker Stein, der immer erst an die anderen dachte und dann an sich.

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