Seniorenwohnungen und WGs entstehen in Gevelsberg
Spatenstich für Neubau

 26.000 Tonnen Erdreich werden gerade bewegt.

In Kooperation mit dem Investeor "Urwohnen" errichtet die Evangelische Stiftung Volmarstein neben dem Hans-Grünewald-Haus an der Haßlinghauser Straße ein neues Gebäude, in dem Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, Seniorenwohnungen und eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung entstehen. Gestern wurde der symbolische erste Spatenstich getan, obwohl die Arbeiten vor Ort schon seit gut zwei Wochen im Gange sind.
"Hier werden gerade 26.000 Tonnen Erdreich bewegt", berichteten die Investoren von "Urwohnen GmbH" aus Pulheim - der Dauerregen der letzten Tage machte diese Arbeit nicht gerade leichter, wie die Seenplatte auf dem Baugrundstück beweist. Knapp über sechs Millionen Euro nimmt der Investor in die Hand: Dadurch können Bewohner aus dem Hans-Grünewald-Haus in voraussichtlich 13 Monaten in schmucke, neue Service-Wohnungen umziehen, und das Grünewald-Haus hat wieder Raum für 14 stationäre Plätze.
"2011 haben wir die erste Demenz-Wohngemeinschaft des Ennepe-Ruhr-Kreises in Gevelsberg angeboten, weitere sind inzwischen hinzugekommen", berichtete Markus Bachmann, kaufmännischer Vorstand der evangelischen Stiftung Volmarstein als Träger des Grünewald-Hauses, dem der Neubau angeschlossen sein wird. "Mit dem Ausbau wollen wir uns hier vor Ort weiterentwickeln."
Das freute natürlich auch Bürgermeister Claus Jacobi beim gestrigen Ortstermin. "Die klare Ausrichtung nach Gevelsberg ist ein gutes Zeichen", meinte das Stadtoberhaupt. Schließlich sei die Stiftung nicht nur ein Träger, sondern hole zu vielen Gelegenheiten handelnde Akteure der Stadt ins Haus. Zudem sei die Aufstockung der Pflegeplätze erfreulich, seien doch an anderen Stellen durch die gesetzlichen Änderungen Plätze weggefallen.
Die "Urwohnen GmbH" als Investor setzt auf Nachhaltigkeit: So werden so wenig Baustoffe wie nötig verbaut, zudem setze man auf natürliche Stoffe wie gebrannten Ton oder Stroh und Hanf als Dämm-Materialien. Geschäftsführerin Dr. Christiane Pingen sprach ein Lob für die gute Zusammenarbeit aus - nicht nur mit der Verwaltung bei den Gesprächen über die soziale Wohnungsbau-Maßnahme, sondern auch mit der Sparkasse Gevelsberg-Wetter für die "offenen Türen" bei der Finanzierung.
Man darf also gespannt sein, wie sich der Neubau an der Haßlinghauser Straße einfügt in das Gesamtgebilde. Zunächst rechnet man mit einer dreimonatigen Aushubzeit, die eigentliche Bauzeit soll dann 13 Monate dauern - wenn alles nach Plan läuft, wonach man nach der Einschätzung des gestrigen Vor-Ort-Termins ausgehen dürfte.

von Britta Kruse

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