Rezension: "Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam" von Astrid Fritz

In dem Buch "Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam" wird das Jahr 1538 beschrieben und die damalige Zeit.
Der Dezember roch nach Schnee und der Sturm hatte sich gelegt. Wie ein heimatloser Bettler war Jakob von Freiburg bis nach Strassburg gelaufen. Ohne irgendwelche Papiere hatte er sich durchgeschlagen. Es waren seit da vier lange Tage und sehr kalte Nächte gewesen.

Er war ein halbwüchsiger , mit einem zerlumpten Gewand mit weiten, mehrfach geflickten Bauernhosen und zwei Kittel darunter. Ferner hatte er eine Umhängetasche bei sich, in der sich neben einer alten Wolldecke auch ein Stemmeisen und ein Messer mit einem Hirschhorngriff befand.
Im Hause des Schneidermeisters Gutlins wurde der Tod des 17 jährigen Sohnes Christoph beklagt da erkrankt und nun verstorben war. Die Gemahlin und die erst siebzehnjährige Tochter Johanna hielten die Totenwache. Auch die beiden jüngeren Geschwister weinten immer wieder. Die Gilde sorgte sich um die Familie .Erst letztes Jahr war das Haus, welches sie bewohnten , ein Opfer der Flammen gewesen. Mit dem Heim was sie nun hatten , war Frau Gutlin nicht einverstanden. Sie hätte lieber in der Mitte des Ortes gewohnt , neben dem Burgvogt und dem Bürgermeister. Natürlich alle mit gutem Ruf und Stand. Sie könnte die zufriedenste Frau in ganz Strassburg sein. Das meinte zumindest die Tochter Johanna.Die läutenden Glocken taten Kund das es an der Zeit wäre, sich auf den Weg zu machen zur Totenmesse des Sohnes.

Die gute Stube
Jakob lief durch die Straßen und Gassen der Stadt umher, um nach einer Schlafmöglichkeit für die eisige Weihnachtsnacht zu suchen. Für eine Nacht brauchte er eine Herberge. Durch enge Straßen und Gassen lief Jakob im Kreis. Überall roch es nach Weihnachten .Er sah Stände mit hölzernen Puppen mit beweglichen Armen, bunte Kreisel. Auch sah er sündhaft teurem Christstollen, neben Äpfeln, Birnen und Nüssen. Auch immergrüne Eiben, Stechpalmen und Tannenzweige .Dieser Brauch sollte das Haus von bösen Geistern fernhalten.

Der Jakob hatte die Familie Gutlin aus dem Hause gehen sehen , und machte sich sogleich ans Werk , um in diese Haus zu kommen. Er kletterte über den Zaun um vom Hof her in s Haus zu gelangen. In der guten Stube fand er was zu Essen. Etwas altes Brot, etwas Würzwein, das Weihnachtsgebäck für die Geschwister und leckeres Zuckergebäck. Jakob hörte Schritte von draußen durch den Schnee. Er musste hier raus, aber es war zu spät. Die Johanna merkte wohl als einzige das hier was nicht stimmte. Unter der Treppe, wo sonst Christoph das Lager hatte, fand ihn Johanna. Der Hausherr zog den Einbrecher hinaus aus dem Haus in Richtung Hafen. Dort sollte Jakob für das bestraft werden was er gemacht hatte. Aber er wurde nicht so hart bestraft ,und so schlich er wieder in dieser kalten Winternacht umher. Auch der Schneidermeister ging nach Hause zu seinen Kindern und zu seinem Weibe. Der Jakob indes konnte hie und da noch Leuten helfen beim abladen der Karren. Dafür bekam er sein ersten selbst verdienten Heller. Das machte den Jakob stolz und seelig. Er wollte kein Dieb mehr sein. Nie mehr.

Die Arbeit
Am nächsten Tag ging die Familie zur Christmette. Jakob indes nutzte diese Zeit um noch den ein oder anderen Heller zu verdienen. Nachdem er so einiges zusammen hatte , kaufte er die schönsten Sachen. Nein nicht für sich selbst, diese sollten für die Kinder sein vom Schneidermeister. Danach machte er sich auf den Weg dorthin um alles schön herzurichten für die Kinder. Er schmückte die Tannenzweige mit den Sachen die er gekauft hatte und wartete auf die Familie .Die Mutter sah Jakob und wollte schon brüllen, als die Tochter Johanna ganz still wurde. Nun sah auch die Mutter die Überraschung .Der Vater sah dieses und nahm Jakob mit einen festen griff am Arm hinaus aus der Stube. Nach einem ernsten Gespräch kamen beide in die Stube zurück. Der Schneidermeister verkündete seiner Familie, das von nun an Jakob hierbleiben würde um Ihm zu helfen .Darüber freute sich der Jakob nun schon...

Fazit:
Von diesem Buchtitel hatte ich mir wirklich mehr versprochen.
Hatte gedacht, das nicht nur die Gebäude und die Gegend erklärt wird.
Die Autorin hat so geschrieben da man es auch gut verstehen kann.
Wenn da z.B.steht;Heller oder so,wusste man sofort was gemeint war.
Habe es gerne gelesen und darüber berichtet.

Autor:

Beate Haack aus Emmerich am Rhein

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