Corona nimmt den Funken vom Karnevalsclub Concordia das große Ziel
Was machen Gochs Tanzmädchen im Lockdown?

Extra für das Foto bauten sich die Funken des Karnevalsclub Concordia Goch in der Sporthalle der Leni Valk-Realschule in entsprechendem Sicherheitsabstand zueinander auf und zeigten eine Figur aus ihrem Showtanz, der in der Session 2021/2022 aufgeführt werden sollte. Als unser Fotograf Steve signalisierte, dass das Foto fertig ist, verließen die Mädchen die Halle wieder, denn an Training ist derzeit nicht zu denken.
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  • Extra für das Foto bauten sich die Funken des Karnevalsclub Concordia Goch in der Sporthalle der Leni Valk-Realschule in entsprechendem Sicherheitsabstand zueinander auf und zeigten eine Figur aus ihrem Showtanz, der in der Session 2021/2022 aufgeführt werden sollte. Als unser Fotograf Steve signalisierte, dass das Foto fertig ist, verließen die Mädchen die Halle wieder, denn an Training ist derzeit nicht zu denken.
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Die Pappnase kann in diesem Jahr im Schrank hängen bleiben, wegen der Corona-Pandemie fällt in diesem Jahr der Karneval in Goch und Umgebung aus (wir berichteten bereits ausführlich). Prinzenvorstellung am Elften im Elften? Findet nicht statt. Prinzenkür, Prinzentreffen? Abgesagt. Bitter für die künftigen Tollitäten, bitter für die Jecken und ganz bitter für die Tanzmädchen. Zum Beispiel die des Karnevalsclub Concordia Goch.

VON FRANZ GEIB

Goch. "Wir sind alle total traurig, dass es so gekommen ist", sitzen Annika Veltkamp, Lisa Hinkelmanns, Lena Cornelissen, die Trainerinnen der KCC-Funken und Jugendwartin Alexandra Männchen (Trainerin der Teenies) in der Sporthalle der Leni-Valk-Realschule, wo eigentlich an diesem Abend das Tanz-Training der Funken stattfinden sollte, das aber wegen der neuerlichen Corona-Schutzbestimmungen schon vorzeitig abgesagt wurde und somit das Katastrophenjahr komplett macht.
"Nachdem wir schon im Frühjahr in den ersten Lockdown mussten, hatten wir unser Training bis auf weiteres ausgesetzt, und im Sommer wieder gehofft, dass wir in einen halbwegs normalen Rhythmus kommen, als wir im Juni mit leichtem Training in 10er-Gruppen unter freiem Himmel gestartet sind", erinnert KCC-Geschäftsführerin Annika Veltkamp, die in der vergangenen Session als Adjutantin die 2019er-Tollitäten Prinz Christian II. Rothgang und Prinzessin Lisa II. Hinkelmanns durch die Session begleitete. "Wir hatten ein gutes Hygiene-Konzept auf den Weg gebracht und beim Ordnungsamt der Stadt Goch eingereicht, damit Funken und andere Gruppen regelmäßig zusammenkommen konnten."

Hygienekonzept erstellt

Für die Trainingseinheiten wurde eigens die Hallen-Belegung neu strukturiert: In die Halle kam die jeweilige Gruppe erst, wenn die vorherige Trainingseinheit die Halle verlassen hatte, um sich nicht gegenseitig zu begegnen. Die Mädchen mussten maskiert, und mit desinfizierten Händen ihren vorgesehenen Platz in der Halle einnehmen, wo die Maske abgenommen werden konnte. Der Platz sollte für Dauer des Trainings allerdings nicht verlassen werden und auf Hebefiguren wurde ganz verzichtet. "Wir sind auch nicht mit den normalen Karnevalstänzen gestartet, sondern haben alternativ dazu ein paar Medleys geübt, um die Laune der Mädchen aufrecht zu halten", ergänzt Lisa Hinkelmanns: "Denn wenn man Karnevalstänze einstudiert, gibt es nichts Schöneres, als diese bald zu zeigen."

Alternatives Programm

Lena Cornelissen: "Gerade in diesem Jahr haben wir viele neue Kinder bei den ganz Kleinen, den Flöhen, dazu bekommen, da ist es wichtig, ihnen eine Struktur zu geben." Mit Crossfit-Kursen, Ausdauer-Training, gemeinsamen Ausflügen und kleineren Events pflegten die Funken das Miteinander der Tanzabteilung, um die Gemeinschaft nicht zu gefährden. "Denn uns war schon früh klar, dass wir in diesem Jahr neue Wege gehen müssen", meint Annika Veltkamp. Mit der Absage der Sessionseröffnung am 11. 11., der Prinzenkür und des Prinzentreffens wurde den Karnevalsmädchen mehr genommen als nur ein paar Schrittfolgen auf einer Bühne: "Uns fehlt nun der Lichtblick für das nächste Jahr", sagt Lisa Hinkelmanns. "Wir als echte Karnevalisten übergehen den Weihnachtsstress, weil wir uns stattdessen auf die Zeit danach auf den Karneval freuen. Doch das ist jetzt erst mal alles weg", bestätigt Annika Veltkamp, die nicht glaubte, dass der neuerliche Lockdown derart gewaltig kommt.

Viele Events fallen weg

Mit den Corona-Regelungen fallen nicht nur die Auftritte weg, sondern auch viele andere gemeinsame Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier, die große Funken-Tour und viele Events, die bereits der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, darunter Oktoberfest, Sommerfest, Stammtische und andere. "Nicht zu vergessen sind auch alle anderen Aktivitäten, die wegbrechen. Jetzt käme beispielsweise die Zeit, wo die Kostüme genäht würden, das fällt auch flach. Das ist schwer auszuhalten, wir fallen da in ein richtig großes Loch", sagt Lisa Hinkelmanns, die befürchtet, dass durch die Corona-Pandemie auch viele gemeinsame Veranstaltungen mit befreundeten Karnevalsvereinen obsolet geworden sind: "Auch da fehlt uns was." Alexandra Männchen: "Wir sind alle total traurig."

Extra für das Foto bauten sich die Funken des Karnevalsclub Concordia Goch in der Sporthalle der Leni Valk-Realschule in entsprechendem Sicherheitsabstand zueinander auf und zeigten eine Figur aus ihrem Showtanz, der in der Session 2021/2022 aufgeführt werden sollte. Als unser Fotograf Steve signalisierte, dass das Foto fertig ist, verließen die Mädchen die Halle wieder, denn an Training ist derzeit nicht zu denken.
Mit Mundschutz am Start: Annika Veltkamp, Lisa Hinkelmanns und Lena Cornelissen beobachten die Funken beim Foto-Shooting.
Autor:

Franz Geib aus Goch

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