Ringschluss in Goch: Arbeiten haben begonnen
Das Halb-Jahrhundert-Werk

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Für Bürgermeister Ulrich Knickrehm ist das aktuellste Bauwerk in Goch nichts weniger als das: "Ein Halb-Jahrhundert-Werk!" Gemeint ist der lang erwartete Ringschluss in Goch: In sechs Jahren sollen der Kreisverkehr Nordring/Klever Straße und der Knotenpunkt Ostring/Pfalzdorfer Straße verbunden sein. 

VON FRANZ GEIB

Goch. Es wird sich viel verändern, meinte Ulrich Knickrehm auf dem Gelände der ehemaligen Reichswald-Kaserne, und das können die Bürger mit eigenen Augen eindrucksvoll verfolgen: Bagger, Lastwagen, Planierraupen und Bauarbeiter der Tiefbaufirma Siebers sind derzeit am Ostring/Pfalzdorfer Straße damit beschäftigt, jede Menge Erdreich zu bewegen.
Es ist der erste Schritt umfangreicher Maßnahmen, die die beiden Knotenpunkte am Nordring und am Ostring dereinst verknüpfen soll, um damit endlich die Innenstadt zu entlasten und Gochs größtes Neubaugebiet "Neu-See-Land" besser mit der Innenstadt zu verbinden.
"Wir freuen uns, dass wir endlich beginnen können", meinte ein bestens aufgelegter Bürgermeister an Ort und Stelle. Die Trassenführung gen Westen ist bereits erkennbar, zwei große Kreisverkehre nehmen Gestalt an. Die Bauarbeiten am ersten, 250 Meter langen, Teilabschnitt vom Ostring bis etwa einem Drittel der Strecke sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf 850.000 Euro, woran sich das Land mit 60 Prozent beteiligt.
Gleichzeitig läuft die Erschließung der Baugebiete auf dem ehemaligen Gelände von Autohaus Röchling und des nächsten Abschnitts von Neu-See-Land. Oberbodenmassen werden abgetragen, damit der Kampfmittelräumdienst sondieren kann. Anschließend folgen Versorgungsleitungen und die Baustraße. Die Vermarktung der Grundstücke soll ab Herbst anlaufen. In den ersten beiden Bauabschnitten wurden 60 Grundstücke verkauft, das entspricht rund 80 Prozent der angebotenen Flächen.
Zu den weiteren Baumaßnahmen gehören zwei Versickerungsbecken und der Aufbau einer Lärmschutzwand entlang der KiTa "Nierspiraten". Diese soll aus einem Mix aus Beton und Glasbausteinen errichtet werden, damit die Kinder sich nicht "eingesperrt" fühlen, wie Wolfgang Jansen, der Geschäftsführer der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft GO! erläuterte. Gegebenenfalls soll die Wand auch am Jugendzentrum Astra vorbeiführen, und später folgen auch noch zwei Bushaltestellen.
Gleichzeitig laufen die Gespräche mit der Deutschen Bahn und dem Land kontinuierlich weiter, damit die Arbeiten gen Nordring zügig voran kommen. Ein externer Berater wurde zu diesem Zweck eingeschaltet. Vor allem die Bahn dürfte ein Interesse haben, schließlich entfalle durch die Unterführung der Straße der Bahnübergang Kalkarer Straße und auch ein Stellwerk könne eingespart werden. "Wir gehen davon aus, dass dadurch ein Drittel der Kosten eingespart werden könnten", prognostiziert Wolfgang Jansen. Wenn alles optimal läuft, geht Jansen davon aus, dass der Ringschluss im Jahr 2025 vollzogen werden kann.

Autor:

Franz Geib aus Goch

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