Positive Nachricht
Aufnahme in den Welterbeantrag: Haus Harkorten und die industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet

Haus Harkorten
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Nächste positive Nachricht für Hagen und Haus Harkorten. Bei der Überarbeitung des Welterbeantrags „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“, in den die Stadt Hagen wie auch andere Kommunen aus dem Ruhgebiet eingebunden sind, wird Haus Harkorten mit seiner wichtigen Bedeutung für die Entwicklung des Ruhrgebietes nun aufgenommen. Der Antrag wird federführend durch die Industriedenkmalpflegestiftung betreut.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hatte sich für die Aufnahme von Haus Harkorten in den vergangenen Monaten stark gemacht, nachdem der Welterbeantrag durch die begleitende Stiftung überarbeitet und mit einem neuen Profil versehen wurde.
Die Initiative des Hagener Oberbürgermeisters war eine Reaktion darauf, dass der Hohenhof vor dem Hintergrund des überarbeiteten Antrages nicht mehr den Aufnahmekriterien entsprach. Schulz lud die Stiftung im Sommer darauf hin noch einmal zu einem persönlichen Gespräch nach Hagen ein und stellte bei der Gelegenheit das Haus Harkorten vor. Die Vertreterinnen der Stiftung nahmen den Ball begeistert auf und schlossen sich der Bewertung der Fachfrauen von Denkmalschutz- und Kulturverwaltung an, dass das Gebäude mit seiner Familien- und Unternehmensgeschichte die Kriterien für den Welterbeantrag voll erfüllt.

Förderverein Haus Harkorten bat Oberbürgermeister um Unterstützung

Bereits durch die Förderung der Bundeskulturministerin und durch andere wichtige Fördergeber wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land NRW und die Stadt Hagen hat der Verein, der sich 2015 gegründet hat, enormen Auftrieb bekommen. Eine Instandsetzung des ehrwürdigen Gebäudes rückt langsam in greifbare Nähe. Jetzt geht es daran, die Fördermittel zielgerichtet und vor allem nach den komplizierten Vergaberichtlinien fördergerecht auszugeben.
„Das ist ein sehr komplexer Vorgang, der unseren Verein überfordert. Deshalb haben wir uns an den Oberbürgermeister gewandt und um Unterstützung gebeten“, sagt Hans-Christian Freier, der Anfang dieses Jahres den Vorsitz des „Vereins zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten“ übernahm.
„Wir unterstützen den Verein gerne bei seiner Arbeit zum Erhalt dieses für die Industriegeschichte so wichtigen Gebäudes“, so OB Schulz. Die Haushaltslage der Stadt hat es in der Vergangenheit und wird es auch in Zukunft nicht möglich machen mit üppigen Finanzspritzen zu agieren, aber da, wo es möglich ist, begleitet die Stadt den Verein mit Fach- und Sachkenntnis, vor allem auch bei Förderanträgen bis hin zu deren Umsetzung.
Die aktuelle Entwicklung passt in die Reihe positiver Meldungen aus der letzten Zeit. Bereits vor einigen Tagen wurde offiziell, dass das Land NRW in dem Nachbargebäude ein „Virtuelles Krankenhaus“ ansiedeln möchte. Über diese Entscheidung freut sich Erik O. Schulz sehr, da er wie auch der Vereinsvorsitzende durch die Nutzung des bis dahin leerstehenden Gebäudes eine Chance für die weitere Entwicklung des Herrenhauses sieht.

Wie geht’s weiter?

Die Maßnahmen, die wichtig sind, um das Haus vor weiterem Verfall zu schützen werden kurzfristig umgesetzt. Auch wenn man von außen noch nicht viel sehen kann, so ist doch in den letzten zwei Jahren sehr viel erforscht und geplant worden. Mittlerweile liegt eine umfangreiche Untersuchung zur Baugeschichte des Gebäudes vor, Restauratoren haben sämtliche Oberflächen untersucht und können nun dezidiert Auskunft geben über den ursprünglichen Zustand der einzelnen Räume. Ein Statiker hat das gesamte Fachwerk analysiert und sowohl die bemerkenswerten Teile als auch die akuten Schadensorte ausfindig gemacht. Ein Experte für historische Wasserführung hat die ebenfalls einmalige Anlage, die das Haus schon zur Erbauungszeit mit „fließendem“ Frischwasser versorgte, untersucht. Die Architekten haben diese Erkenntnisse in hervorragende Planunterlagen überführt, so dass nun klar ist, wie weiter vorgegangen werden muss.

Haus Harkorten
Oberbürgermeister Erik O. Schulz freut sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Hans-Christian Freier über die Auszeichnung durch die Industriedenkmalpflegestiftung.
Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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