Davide Reale aus Hagen spielt bei RTLZWEI
Bei "Köln 50667" eingezogen

Die Zwillinge Fin (l.) und Tim (M.) wollen den neuen Freund ihrer Mutter loswerden. Doch das ist ausgerechnet Jan (r.), Serienstar bei "Köln 50667".  Foto: RTLZWEI / Filmpool Entertainment GmbH
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  • Die Zwillinge Fin (l.) und Tim (M.) wollen den neuen Freund ihrer Mutter loswerden. Doch das ist ausgerechnet Jan (r.), Serienstar bei "Köln 50667". Foto: RTLZWEI / Filmpool Entertainment GmbH
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Serienstar Jan hätte sich den ersten Besuch bei seiner neuen Flamme Nora schlimmer nicht vorstellen können: Schon vor der Haustür fahren ihm zwei Rotzgören mit ihrem ferngesteuerten Rennwagen über die Füße. Ärger ist vorprogrammiert, denn die Zwillinge Tim, gespielt vom Hagener Davide Reale, und Fin sind ausgerechnet Noras fast erwachsene Söhne ...

Von Sara Drees

Für den 19-jährigen Davide ging damit ein kleiner Traum in Erfüllung: Am 22. Dezember wurde die Folge 2.269 der TV-Soap "Köln 50667" erstmals bei RTLZWEI (täglich von Montag bis Freitag um 18.05 Uhr) ausgestrahlt. In drei weiteren Episoden war er seither in der Filmpool-Produktion zu sehen, der nächste Auftritt folgt am Montag, 24. Januar.
Nachdem Davide seinen Realschulabschluss nachgeholt und den Führerschein in der Tasche hatte, war für ihn klar: Er will Schauspieler werden. "Schon als Kind habe ich immer mal kleine Comedy-Sketche oder Videoclips gemacht, aber echte Erfahrungen wie aus einer Schul-AG oder Auftritte hatte ich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keine", verrät er.

Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Um sich seinen Berufswunsch zu erfüllen, sprach er mutig beim Filmpool-Casting in Köln vor. "Dort habe ich mit einem kleinen Skript mein erstes Tape abgedreht. Natürlich ging es erst einmal darum, wie ich vor der Kamera wirke und ob ich Emotionen transportieren kann." Seine Bewerbung überzeugte: Davide wurde in die Datenbank aufgenommen und erhielt auch schnell seine ersten Komparsenrollen in den Formaten "110 - Echte Fälle der Polizei" (RTL) und "Klinik am Südring" (SAT.1).
"Die ersten Male habe ich vorher mächtig geweint", gesteht Davide. "Da waren so viele Menschen vor Ort, jeder hatte seine Aufgabe, und ich als Anfänger mitten drin." Aber sobald die Klappe fiel, war das Lampenfieber bei ihm verflogen. "Dann ist Showtime", grinst der früher eher introvertierte Hagener. "Durch die Schauspielerei bin ich schon jetzt ein viel offenerer und selbstbewussterer Mensch geworden."

Die Anfrage für "Köln 50667" war dann aber für ihn der erste richtige Schritt auf der Karriereleiter. "Als sich mein Berater dafür gemeldet hat, wusste ich sofort: Da will ich dabei sein, aber nicht als Gastauftritt, sondern als Teil der Story." Im Online-Casting Ende Oktober setzte er sich mit seiner Energie und dem Improvisationstalent durch und schnappte sich die Rolle des 17-jährigen "Tim" in einem Handlungsstrang rund um Hauptcharakter "Jan Bremer" (gespielt von Christoph Oberheide).
"Als ich Jan das erste Mal gesehen habe, dachte ich: Wow, den kenne ich aus dem TV. Aber dann hab ich direkt umgeschaltet und ihn als Arbeitskollegen gesehen." Die größte Herausforderung für ihn: "Die Rolle entspricht mir so gar nicht: schlecht erzogen, nervig, aggressiv - ich bin eher das Gegenteil." Aber genau das sei ja die Kunst des Schauspielens. "Ich habe daraus unglaublich viel gelernt, das ganze Team und insbesondere die Regisseurin haben mir wichtige Tipps mit auf den weiteren Weg gegeben." Rund drei Monate drehte er die Szenen mit seinem fiktivem Bruder Fin und Serienmutter Nora. "Zwischen Dreh und Ausstrahlung vergehen dann noch mal rund zwei Monate."
Deshalb gab es die erste Folge mit ihm auch erst zum Jahresende zu sehen, weitere folgten im Januar. "Bisher waren alle begeistert, ich habe nur gutes Feedback bekommen", freut sich Davide. Schon am Montag, 24. Januar, geht die Handlung weiter. Kleiner Spoiler: Durch einen besonderen Familienausflug spitzt sich die Situation zwischen Jan und den Zwillingen zu ...

"Im Februar wird es dann auf jeden Fall noch weitere Folgen mit Tim geben. Mehr möchte und kann ich gar nicht verraten, denn wir erfahren auch immer erst sehr kurzfristig, ob und wie es weitergeht."
Eines steht fest: Für den Hagener ist das erst der Anfang. "Ich habe mich kürzlich bei einer Schauspielschule beworben und das Casting sogar bestanden - leider ist die Finanzierung aber selbst mit BAföG sehr teuer." Deshalb heißt es zunächst erst einmal weiter warten auf den nächsten Anruf und das nächste Engagement. Ein konkretes Folgeprojekt gibt es sogar schon wieder. "Traurig, dass mein Vater das nicht mehr miterlebt", so Davide. "Anfangs hat er mich sogar selbst nach Köln gefahren. Aber er ist letztes Jahr verstorben. Er würde sich bestimmt sehr für mich freuen", ist er sich sicher.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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