*Pablo Picasso - Frieden und Freiheit in der Kunst*

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Der Spanier in Paris, der unbeugsame und unkorrumpierbare Künstler, erreichte nach 1944 weltweit Kultstatus, was nicht nur mit seiner künstlerischen Arbeit zu tun hatte, sondern auch seinem (wenig bekannten) politischen Engagement. Im Oktober 1944 trat Pablo Picasso (1881-1973) einer politischen Partei Frankreichs (der PCF) bei und blieb deren Mitglied bis zu seinem Tod. Er stiftete Geld, trat öffentlich für den Frieden und gegen Krieg ein. Freiheit und Gleichheit, die Ablehnung von Gewalt und Terror zählen zu den wichtigsten Botschaften, die Picasso in seinem späten Werk der Welt mitteilen wollte.

Die Ausstellung Picasso "Frieden und Freiheit" zeigte den bedeutenden Maler des 20. Jahrhundert von einer bislang nahezu unbekannten Seite. Die Albertina in Wien präsentierte im Jahr 2010 in Kooperation mit der Tate Liverpool als politisch und sozial engagierten Künstler und hinterfragte so das eigentliche Bild dieses Jahrhundertgenies. Sein Schlüsselmotiv - die Friedenstaube - war eines der wichtigsten Hoffnungssymbole der Friedensbewegungen dieser Zeit, aber auch seine Stillleben und subtilen, versteckten Kommentare zum derzeitigen Weltgeschehen und Hinweise auf politische Einstellungen.

Picassos politische Motivation:

Er äußerte sich zu seiner künstlerischen Haltung folgendermaßen:
„Es ist mein Wunsch, Sie daran zu erinnern, dass ich stets davon überzeugt war und noch immer davon überzeugt bin, dass ein Künstler, der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann.“

Ein weiteres Zitat Picassos, das seine Haltung stützte:
"Nein die Malerei ist nicht dazu gedacht, Wohnungen zu schmücken, sie ist ein Werkzeug des Angriffs und der Verteidigung im Krieg gegen den Feind."

Der häufig als extrovertierter Frauenheld wahrgenommene Künstler erscheint somit in einem sozial - kulturellem Kontext.

Pablo Picasso - eigentlich Pablo Ruiz Picasso, (* 25. Oktober 1881 in Málaga, Spanien; † 8. April 1973 in Mougins, Frankreich)

Autor:

Carmen Harms aus Hagen

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