Stichwahl: Horst Wisotzki verlor auch in Haspe

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Erik O. Schulz tritt am kommenden Montag sein Amt an: Mit 62,7 Prozent der Stimmen gewann er am Sonntag die Stichwahl.

Die Wahlbeteiligung lag nur bei 31,2 Prozent: Von über 150.000 Wahlberechtigten gaben 47.071 ihre Stimme ab. Vor dem Hintergrund, dass die SPD bei der Kommunalwahl die stärkste Fraktion wurde, in Hagen als Partei die meisten Mitglieder hat und darüber hinaus wohl auch das meiste Geld in den Wahlkampf investierte, trifft die Wahlniederlage die SPD besonders empfindlich: Selbst in „seinem“ Wahlbezirk Haspe erreichte Horst Wisotzki lediglich 45,6 Prozent. Bei der Hauptwahl hatte Wisotzki noch rund 6.300 Stimmen mehr zu verzeichnen, Erik O. Schulz fehlten dagegen 2.600 Stimmen.

Vorbote der Niederlage

Die Enttäuschung war dementsprechend groß bei den Hagener Genossen - aber hätten sie überrascht sein dürfen? Ein Vorbote der Niederlage hätten die Zahlen der Nominierung im Februar sein können: Von rund 1.700 Mitgliedern hatte Wisotzki 233 Stimmen für sich gewinnen können. 59 Genossen stimmten mit „Nein“, zwölf enthielten sich, einige gaben keinen Stimmzettel ab.
So, wie sich die Mitglieder vom eigenen Parteitag fernhielten, mit „Nein“ stimmten oder sich durch Nichtabgabe der Stimmzettel von dem Kandidaten distanzierten, so spiegelte sich das Wahlverhalten auch bei der Stichwahl am Sonntag wider. Die SPD hatte es also von Anfang an nicht geschafft, ihre eigenen Mitglieder auf den Kandidaten einzuschwören.
Die offenkundige Politikverdrossenheit der Bürger tat dann wohl ihr übriges.

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