Feueralarm im Freibad Sythen war eine Übung
Zwei Arbeiter konnten gerettet werden

Um die Übung möglichst realitätsnah darstellen zu können, wurde eine sehr leistungsstarke Nebelmaschine eingesetzt.
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  • Um die Übung möglichst realitätsnah darstellen zu können, wurde eine sehr leistungsstarke Nebelmaschine eingesetzt.
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Sythen. Feueralarm im Freibad Sythen: So oder so ähnlich hätte die Schlagzeile lauten können, doch glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung. „Mehrere Löschzüge aus Haltern nahmen hieran teil“ erklärt Marc Friedrich, einer der drei Übungsleiter und Organisatoren.

Da sich das Freibad derzeit noch auf die Saison vorbereitet, bekamen die ehrenamtlichen Brandschützer die Möglichkeit hier zu üben. „In einem Schwimmbad gibt es immer Gefahrenpotenzial, umso wichtiger ist, dass man solche Situationen beüben kann“ so der stv. Sythener Einheitsführer Tobias Wilken.Der ersteintreffende Löschzug kam aus Haltern- Mitte, die Sythener waren fiktiv in einem anderen Einsatz gebunden und kamen deshalb erst später dazu. Nach einer kurzen Erkundungsphase wurde der Befehl zum Einsatz mit Menschenrettung gegeben. Sofort rüstete sich ein Angriffstrupp mit schwerem Atemschutz aus und ging ins das Gebäude vor. „Um die Übung möglichst realitätsnah darstellen zu können, haben wir eine sehr leistungsstarke Nebelmaschine eingesetzt, im Realfall ist die Sicht ja auch durch dichten Rauch sehr stark eingeschränkt bis gar nicht möglich“, so Friedrich. Trotzdem müsse sich ein vorgehender Trupp jederzeit orientieren können.


„Um die Übung möglichst realitätsnah darstellen zu können, haben wir eine sehr leistungsstarke Nebelmaschine eingesetzt, im Realfall ist die Sicht ja auch durch dichten Rauch sehr stark eingeschränkt bis gar nicht möglich.“

Wie realitätsnah geübt wurde, zeigt auch Sebastian Seine, Leiter der „IUK“ Einheit Haltern und ebenfalls Übungsleiter: „Wir sind mit dem Einsatzleitwagen (ELW) vor Ort und unterstützen die Einsatzleitung indem wir alle wichtigen Meldungen direkt dokumentieren und an die Leitstelle weiterleiten, der Einsatzleiter hat genug andere Aufgaben“. Seine selbst spielt die Leitstelle: „Der ELW kann alles anfordern, vom Hubschrauber bis zum „Weltalarm““, scherzt Seine. Fundierte Rückmeldungen sind eben wichtig, insbesonders dann wenn weitere Kräfte auf der Anfahrt sind oder nachalarmiert werden müssen.
Um die Sicherheit des vorgehenden Trupps zu gewährleisten, hat jederzeit ein Sicherheitstrupp bereit gestanden. Der erste vermisste Arbeiter wurde schon nach wenigen Minuten gefunden, die zweite Person etwas später. „Das lag unter anderem daran, dass der zweite Arbeiter im Kellergeschoss etwas versteckt lag, im Einsatz liegen die vermissten Personen ja auch nicht alle vor der Tür“ so Friedrich. Nachdem alle Personen gerettet waren, wurden noch Kanister mit verschiedenen Chemikalien gefunden.  Jetzt kam die speziell für solche Situationen ausgebildete „ECS“ (Einsatzgruppe Chemische Stoffe) Gruppe zum Einsatz. Schnell wurde eine sogenannte „Dekontaminationsmöglichkeit“ (spezielle Reinigungsmöglichkeit) aufgebaut, die Inhalte durch spezielle Kennziffern identifiziert. Die Kanister wurden in ein Säurebeständiges Fass umgeladen und gesichert, somit konnte der Übungseinsatz gegen 20:30 Uhr beendet werden. Danach fanden sich alle Einheiten noch im Sythener Gerätehaus ein, hier wurde dann die Übung nochmal nachbesprochen. „Und weil Arbeit auch immer hungrig macht, gab es noch ein leckeres Abendessen“ lacht Tobias Wilken.

Insgesamt nahmen rund 60 Feuerwehrkameraden und Kameradinnen an der Übung Teil, folgende Einheiten waren an der Übung beteiligt:
Löscheinheit Sythen, Löscheinheit Mitte, Löscheinheit Lippramsdorf, IUK- Einheit,  ECS- Gruppe

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