Politik votiert für RuhestätteNatur im Linnert

Einen interessanten Ausflug nach Herten-Westerholt unternahmen Anfang Februar Vertreter
aus Politik und Verwaltung mit Bürgermeister Bodo Klimpel. Sie schauten sich in der Nähe des
Schlosses, des Golfplatzes und der Martini-Schule die dort eingerichtete RuhestätteNatur an. Foto: Stadt
  • Einen interessanten Ausflug nach Herten-Westerholt unternahmen Anfang Februar Vertreter
    aus Politik und Verwaltung mit Bürgermeister Bodo Klimpel. Sie schauten sich in der Nähe des
    Schlosses, des Golfplatzes und der Martini-Schule die dort eingerichtete RuhestätteNatur an. Foto: Stadt
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Carl Otto Graf von Westerholt kann sich gut vorstellen, in seinem Wald im Linnert einen Ruheforst einzurichten. Das bekräftigte er am Dienstagabend in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses, nachdem Vertreter aus Politik und Verwaltung bereits am 1. Februar die RuhestätteNatur in Westerholt angesehen hatten.

Jetzt beauftragte der Ausschuss die Verwaltung einstimmig, konkrete Vertragsverhandlungen mit dem Grafen aufzunehmen. Seit Oktober 2015 betreibt Westerholt die RuhestätteNatur. Mehr als 500 Bestattungen haben seither dort stattgefunden, Insgesamt haben bereits mehr als 1400 Personen einen Bestattungsplatz im Wald erworben. Die Ruhestätte in Westerholt befindet sich inmitten eines 200 ha großen Waldes, die Ruhestätte selbst ist 33 ha groß, derzeit sind zunächst 5,5 ha dafür erschlossen. Ausführlich erläuterte Graf Westerholt, wie die Bestattungen im Wald erfolgen. Dafür ist beispielsweise auch ein Andachtsplatz im Linnert vorgesehen, im Technikgebäude an der Mühle könnte auch das Büro eingerichtet werden. In der nahegelegenen Schlosskapelle könnten auch Trauerfeiern stattfinden. Der Graf rechnet damit, dass er dort etwa 15 ha des Waldes als Bestattungsfläche ausweisen könnte.
Grundsätzlich machte er auch deutlich, dass bei dieser alternativen Bestattungsart (Marktanteil zwei bis drei Prozent) lediglich bei der Trauerfeier Blumen- oder anderer Grabschmuck erlaubt ist, danach muss dieser entfernt werden. „Wir müssen ja den Waldcharakter erhalten.“

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