Bürgermeister Bodo Klimpel bezeichnet diese Aktion als „sehr lobenswert“
Franz-Josef Endejan aus Haltern füllt 67 Müllsäcke

Franz-Josef Endejan kann noch immer nicht verstehen, was so manche Menschen bewegt, immer und überall ihren Müll wegzuwerfen. Foto: Stadt
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Haltern. Die Tatsache, dass im März die städtische Aktion „Sauberes Haltern“ wegen der Corona-Epidemie nicht stattfinden konnte, hat Franz-Josef Endejan nicht von seinem Vorsatz abbringen können: „Es gibt gute Gründe, aktiv zu werden, um die Stadt zu säubern.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Gerade auch bei Corona schadet es ja nicht, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen.“ So wurde er in diesem Jahr allein aktiv – das Ergebnis kann sich sehen lassen: 67 Säcke Müll trug er in den letzten acht Wochen zusammen.

In den letzten Jahren war er schon immer ehrenamtlich aktiv, leitete andere Menschen an, mit ihm gemeinsam auf dem Stadtgebiet den Müll einzusammeln. „Für mich gilt das Motto, nicht nach links oder rechts wegzuschauen, sondern auch aktiv zu werden.“ Also zog er immer wieder, ausgestattet mit einer Zange, um den Müll greifen zu können, los. Immer wieder, wenn er an bestimmten Punkten einen oder mehrere Säcke mit Unrat gefüllt hatte, sagte er im Baubetriebshof Bescheid, so dass die städtischen Mitarbeiter mit einem Fahrzeug kamen, um diese anzuholen.Egal, ob am Park-&-Ride-Platz an der B 58, auf Schulhöfen oder sonst wo: Franz-Josef Endejan kann noch immer nicht verstehen, was so manche Menschen bewegt, immer und überall ihren Müll wegzuwerfen. „Selbst einige Kanister mit chemischen Inhalten waren dabei“, ärgert er sich. Am Ende aber sieht es das Positive und möchte am liebsten auch andere dafür begeistern, den Müll aufzusammeln. „Es kann doch einfach nicht sein, dass wir unsere so schöne Umgebung verschandeln, da müssen wir gegenhalten.“ Jetzt ist für den 68-Jährigen erst einmal Schluss: „Mir tun die Knochen weh, ich brauche jetzt erst mal eine Pause.“  Bürgermeister Bodo Klimpel bezeichnet diese Aktion als „sehr lobenswert“. Und: „Ich finde es klasse, wenn sich unsere Bürgerinnen und Bürger so uneigennützig einsetzen.“

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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