LWL-Experten sprechen im Haard-Dialog über Ursachen, psychische Folgen und Klärungsmöglichkeiten
Mobbing bei Kindern und Jugendlichen

Dr. Rüdiger Haas. Foto: Seifert
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Haltern/Marl. Zu einem Haard-Dialog zum Thema Mobbing laden die Experten der Marler Fachklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am 4. Februar (18.30 - 20 Uhr) in die LWL-Klinik Marl-Sinsen (Festsaal) ein.

„Mobbing hat viele Gesichter“ so Dr. Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Marl-Sinsen, „Mal passiert es einem Kind, das vorher keinerlei Probleme hatte, ganz plötzlich und dann wieder scheint es junge Menschen zu geben, die immer wieder gemobbt werden.“ Dabei erzeugt das Mobbing einen psychischen Druck, der nicht nur für die Kinder oder Jugendlichen schwer auszuhalten ist, sondern auch für ihre Eltern. „Ich kann das gut verstehen“, so Haas, „wenn es dem eigenen Nachwuchs nicht gut geht, möchte man sofort helfen. Aber es ist wichtig, genau zu unterscheiden: Wird hier ein Kind wirklich gemobbt oder ‚nur‘ ausgegrenzt. Im Falle eines Mobbings sollte man über geeignete Maßnahmen nachdenken. Aber handelt es sich um eine Ausgrenzung, dann ist das völlig normal und eine wertvolle Lernerfahrung für die Betroffenen.“

Mobbing hat viele Gesichter

Wie sieht diese Unterscheidung aus? Wann spricht man überhaupt von Mobbing? Was zeichnet Opfer und Täter aus? Welche psychischen Folgen kann eine Mobbingerfahrung für die Opfer haben? Und welche Möglichkeiten gibt es, diese jungen Menschen sprichwörtlich wiederaufzurichten und sie für ihren weiteren Lebensweg zu stärken?Über diese Fragen sprechen Dr. Rüdiger Haas und sein Kollege Dr. Christian Zoll im Haard-Dialog. Als Gastreferent wird Carsten Osterkamp von der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland über seine langjährigen Erfahrungen mit Mobbingopfern und -tätern innerhalb von Schulklassen berichten und sowohl Präventions- als auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Der Eintritt ist frei.
Telefonische Anmeldung bitte unter 02365 802-0

Hintergrund
Mit der Veranstaltungsreihe „Haard-Dialog“ bietet die LWL-Klinik Marl-Sinsen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, mehr über psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen zu erfahren, Therapiemöglichkeiten kennenzulernen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, ohne sich vorher in „Arztsprache“ üben zu müssen.

Dr. Rüdiger Haas. Foto: Seifert
Dr. Christian Zoll. Foto: Seifert
Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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