Konsequenz aus Coronavirus-Pandemie - Auch ein Halterner kehrt zurück
Bistum holt 28 junge Erwachsene des weltwärts-Freiwilligendienstes zurück

Schon lange hegte der Halterner Lennart Dammer den Wunsch, nach dem Abitur eine neue Kultur, ein neues Land und eine neue Sprache kennenzulernen. Jetzt muss er vorzeitig Tansania, genauer das Hilfsprojekt in Iringa, verlassen.  Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
  • Schon lange hegte der Halterner Lennart Dammer den Wunsch, nach dem Abitur eine neue Kultur, ein neues Land und eine neue Sprache kennenzulernen. Jetzt muss er vorzeitig Tansania, genauer das Hilfsprojekt in Iringa, verlassen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern/Münster. Das Bistum Münster holt 28 junge Frauen und Männer, die derzeit im Rahmen eines weltwärts-Freiwilligendienstes im Ausland sind, nach Deutschland zurück. Es folgt damit einer Anordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Betroffen davon ist auch der Halterner Lennart Dammer, der seit dem Sommer 2019 in Tansania als Freiwilliger des Bistums Münster die Lehrer an der St.-Dominic-School unterstütze.

In einem Schreiben, das zu Beginn dieser Woche beim Bistum Münster eingegangen ist, wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, alle Freiwilligen aus dem Ausland zurückzuholen, weil sich die internationale Lage angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zuspitze. Die internationale Mobilität werde zunehmend eingeschränkt, Entwicklungen seien schwer abzuschätzen. Schon jetzt kommt es zu Stornierungen von Flügen und teilweisen Komplettabschottungen von Ländern, wie beispielsweise in der Dominikanischen Republik. „Wir haben zu allen Freiwilligen Kontakt per E-Mail und Telefon“, sagt Judith Wüllhorst, vom Referat Freiwilligendienste im Ausland des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sebastian Aperdannier koordiniert sie nun die Rückholaktion. „Wir buchen Flüge, koordinieren das, was nun zu tun ist und geben praktische Tipps, wie zum Beispiel, dass die jungen Erwachsenen sich vor Ort in die Sicherheits- und Rückhollisten der Deutschen Botschaften eintragen lassen sollen“, erklärt Wüllhorst. Es sei wichtig, jetzt vor allem einen klaren Kopf zu bewahren. Die Freiwilligen seien nach wie vor gut aufgehoben in ihren Einsatzländern, in denen die Zahl der Corona-Infizierten aktuell auch noch deutlich unter denen in Deutschland liege. Ein großer Fokus liege außerdem auf der psychischen Unterstützung der jungen Freiwilligen: „Die meisten von ihnen sind verständlicherweise geschockt über die notwendige Rückkehr nach Deutschland. Sie haben vor Ort eine zweite Heimat gefunden und es fällt ihnen sehr schwer, diese nun so kurzfristig zu verlassen. Wir werden sie auch nach ihrer Ankunft in Deutschland eng begleiten“, sagt Aperdannier. Parallel dazu sind die beiden Referenten mit den Partnern vor Ort im Gespräch, um die Folgen dieser Entscheidung abzufedern, im Infoaustausch mit den Eltern der jetzigen Freiwilligen und betreuen die nächste Generation der Ausreisewilligen, mit denen bereits die Vorbereitung auf ihren Dienst begonnen hat. Im Sommer vergangenen Jahres waren die jungen Erwachsenen nach Ghana, Mexiko, Tansania, Uganda, Ruanda, Südafrika und in die Dominikanische Republik aufgebrochen, um dort zwölf Monate lang einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Nun endet das Jahr für sie eher. Informationen über den weltwärts-Freiwilligendienst im Bistum Münster gibt es im Internet unter www.ms-freiwillig.de

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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