Aktionstag der Judo-Veteranen des Haltern Judo-Club 66
Judoka üben Notfall

Halterner Judoka üben richtiges Notfallverhalten anhand von Dummies.
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  • Foto: Jürgen Chmielek
  • hochgeladen von Antje Clara Bücker

Leben zu retten ist nicht nur Sache von Ärzten und ausgebildeten Sanitätern, sondern auch eine Bürgerpflicht. Das richtige Verhalten im Notfall sollte jeder kennen. Die Mitglieder des Halterer Judo-Club 66 machten beim Aktionstag vor wie es geht. Die Veteranen des Vereins luden sowohl Trainer und Trainerinnen als auch Menschen aus Haltern zu ihrer Veranstaltung "Notallverhalten schulen – Erste Hilfe" am Sonntag in die Drusushalle ein.

Durch die Pflichtverletzung einer Sportlehrerin in Karlsruhe, die an ihrem verletzten Schüler keine Erste Hilfe angewandt hatte und die daraus entstandenen Konsequenzen für den betroffenen Schüler und der Lehrer/in, sind viele Menschen aufgeschreckt. Schon vor Bekanntewerden dieses Vorfalls kamen Halterner Judoka überein, präventiv Akzente bei der ersten Hilfe zu setzen. „Wir müssen in der Lage sein, sofort zu reagieren, erste Hilfe zu leisten, einen Notruf abzusetzen, oder wenn nötig zu reanimieren und einen kühlen Kopf bewahren“, erklärte Dieter Drees vom Judo-Club 66, „und das nicht nur auf der Matte“. Sie wollen als Sportler eine Vorbildfunktion übernehmen.

Notfalltraining für alle Altersstufen

Das Notfallverhalten und die Erste Hilfe sollen in Zukunft Bestandteil des Judotrainings in allen Altersstufen sein. So luden die Judo-Veteranen des Vereins sowohl Trainer und Trainerinnen als auch Menschen aus Haltern zu ihrer Aktion in die Drusushalle ein.

Arzt Bernd Zöfelt zeigte dabei Erkennungsmerkmale auf, mit denen man die Lage des Patienten schnell bewerten kann und welche erste Hilfe angebracht ist. Dabei stand er allen Interessierten Rede und Antwort zu der Notwendigkeit einer schnellen Hilfe aus medizinischer Sicht. Zusammen mit den Fachleuten des Malteser Hilfsdienst wurde dann die Lagerung, die stabile Seitenlage und das Wiederbeleben anhand einer Übungspuppe trainiert. Dass das erst Überwindung kostet und das beherzte Drücken Kraft beansprucht, beeindruckte die Teilnehmer sehr.

Auch der Vorsitzende der Malteser in Haltern, Matthias Mersmann, konnte viele Fragen beantworten. Mit ihm konnten die Veteranen auch bereits die notwendigen offiziellen Schulungsmaßnahmen für Übungsleiter im Verein abstimmen.

Was passiert, wenn ein Verletzter ins Krankenhaus muss, demonstrierten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Haltern. Sie standen mit ihrem Rettungsfahrzeug einsatzbereit auf dem Schulhof und ließen die Teilnehmer einen Blick ins Innere des Autos werfen. Teilnehmer und Organisatoren waren sich einig darüber, dass es eine gelungene und wichtige Erfahrung für alle war und die Aktion auf jeden Fall wiederholt werden müsse.

Halterner Judoka üben richtiges Notfallverhalten anhand von Dummies.
Ein Blick in den Rettungswagen.

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