Einkaufszentrum: Bauchlandung für den Bürgermeister

Die erneute Vergaberunde für das Einkaufszentrum endet als Flop. Wie von der SPD-Fraktion erwartet und entgegen den Beteuerungen des Bürgermeisters und seines Beigeordneten wurde nur ein einziges Angebot eingereicht. Ein Angebot des Investors, der die Stadt schon seit einem Jahr mit immer neuen Änderungswünschen in Atem gehalten hat. Jetzt zu glauben, nach dem für den 9. April im Rat wiederum im Eiltempo vorgesehenen Vergabebeschluss würde dann auch schnell der Baubeginn erfolgen, zeugt von unerschütterlichem Optimismus. Vor einem Jahr waren wir schon genau an dem gleichen Punkt, aber genau dieser Investor ließ alle Fristen ungenutzt verstreichen um dann zu erklären, dass er das Versprochene nicht liefern könne. Ob er diesmal das geänderte Konzept mit Ladenbetreibern wird füllen können, ist noch völlig offen.

Vor allem müsste allerdings der Bürgermeister angesichts der neuen Planung laut aufschreien, hatte er doch bisher das Weglassen einer Überdachung der Ladenpassage für zwingend notwendig erklärt, um Schaden vom Einzelhandel in der Hauptstraße abzuwehren. Dies wird beim beabsichtigten Parken auf dem Dach zweifellos nicht möglich sein. Wir bekommen also ein aus Sicht des Bürgermeisters „innenstadtschädliches“ Konzept.

Gleichwohl kann man sicher sein, dass Herr Dr. Heinisch zusammen mit seiner CDU und der FDP seine Meinung um 180 Grad wenden und den neuen Entwurf mit gleicher Inbrunst als das beste nur denkbare Modell verkaufen wird, wie schon das vorige. Denn inzwischen geht es nur noch um eins: Dass überhaupt noch irgendwer an diesem Standort irgendwas baut, das die Bezeichnung Einkaufszentrum rechtfertigt. Qualitätsfragen sind dabei längst auf der Strecke geblieben. Heiligenhaus hätte Besseres verdient gehabt!

Bedauerlich ist darüber hinaus, dass in der nächsten Woche im Rat ausschließlich in nichtöffentlicher Sitzung über das Einkaufszentrum beraten wird, ohne dass auch nur ein Bürger die Gelegenheit hatte, vor dem Vergabebeschluss die Pläne einzusehen. Bei einem für die Entwicklung der Stadt derart bedeutenden Vorhaben wäre größere Transparenz zwingend angebracht!

Autor:

Peter Kramer aus Heiligenhaus

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