Hauptstraßen-Umbau geht weiter

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Die Hauptstraße soll schöner werden - und das nicht nur im Innenstadtkern. Deshalb wurde jetzt die Fortsetzung der Bauarbeiten in zwei Bauabschnitten beschlossen.

Der Hauptstraßen-Umbau wird zunächst im Bereich Rathausplatz - Sachsenstraße und dann im Bereich Kirchplatz - Westfalenstraße fortgeführt. Bereits im Sommer sollen die Arbeiten aufgenommen werden.
Wie bereits im Innenstadtkern werden zunächst die Stadtwerke Heiligenhaus die über 100 Jahre alten Wasserleitungen erneuern. Im Anschluss wird der Radstreifen, der ein Befahren der Hauptstraße entgegen der Einbahnstraße ermöglicht, ausgedehnt. „Außerdem werden die Seitenbereiche breiter gestaltet“, kündigt Harald Flügge, Technischer Beigeordneter der Stadt Heiligenhaus, an.
Da die Verkehrsentwicklung auf der Hauptstraße weit hinter den ursprünglichen Prognosen liegt - statt der erwarteten 6.000 bis 8.000 Fahrzeuge passieren nur rund 3.500 die Straße pro Tag - soll auch der Bereich bis zur Sachsenstraße zur Tempo-20-Zone werden (bisher: Tempo 30). „Wir haben von vielen Bürgern, insbesondere älteren gehört, dass sie den Bummel über die Hauptstraße entspannter erleben, dass sie ohne Probleme die Straße überqueren können“, freut sich Flügge. Dies soll künftig bis zur Sachsenstraße möglich sein.
Eine Schwierigkeit bildet eine alte Ulme an der Bahnhofstraße. Um sie nicht zu fällen, ist dort eine Verschwenkung des Straßenverkehrs in Richtung Wülfrather Straße vorgesehen.
Auch für den zweiten Bauabschnitt zwischen Kirchplatz und Westfalenstraße gibt es schon konkrete Planungen. So wird der Kreisverkehr am Kirchplatz nun deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Damit ist der Ausschuss nicht dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, die dort eine vorfahrtsgeregelte Kreuzung vorgesehen hatte. „Die kleinere Kreisverkehr-Variante vereint die Vorteile eines Kreisverkehrs und ermöglicht den Fußgängern ein bequemes Queren der Kettwiger Straße bzw. der Mittelstraße“, erläutert Flügge.
Auch im zweiten Bauabschnitt sollen die Gehwege nur mit einem zwei Zentimeter hohem Rundbord von der Fahrbahn abgegrenzt werden. Die Bäume auf der in Fahrtrichtung linken Seite werden gefällt und neue näher an der Fahrbahn gepflanzt. Zwischen den Bäumen sollen Parkplätze entstehen. Die Flächen werden mit einer modernen LED-Beleuchtung ausgestattet.
Die Kosten für den weiteren Umbau der Hauptstraße belaufen sich auf ca. 3,4 Millionen Euro. 70 Prozent zahlen die Anlieger, der kommunale Eigenanteil wird in hohem Maße refinanziert über Mittel des Landesbetriebs Straßenbau. Beide Bauabschnitte sollen nach heutigen Planungen 2016 fertig sein.

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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