Defizit von 8,4 Millionen im Iserlohner Haushalt 2019

Kämmerer mahnt bei Haushaltseinbringung zur Sparsamkeit

"In Anbetracht unserer defizitären Haushaltslage werden Sie verstärkt das Notwendige vom Wünschenswerten unterscheiden müssen." Iserlohns Kämmerer Michael Woitek mahnte angesichts eines drohenden Defizits von 8,4 Millionen Euro im Haushalt 2019 zur Sparsamkeit.

Von Christoph Schulte

Iserlohn. Gleich zu Beginn seiner Haushaltsrede machte Woitek deutlich, dass aufgrund deutlich gestiegener Ausgaben bei nur einem leichten Plus auf der Einnahmeseite der bisher gehaltene Konsolidierungskurs im Haushaltsjahr 2019 nicht fortgesetzt werden könne.
Trotz gesamtwirtschaftlich laut Woitek "exzellenten Rahmenbedingungen" rückt damit ein Haushaltsausgleich bis zum Jahr 2022 in weite Ferne. "Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die richtigen Entscheidungen für eine nachhaltige finanzielle Stabilisierung zu treffen", forderte Iserlohns Kämmerer, "denn eines ist sicher: die nächste Rezession kommt, es ist nur eine Frage der Zeit."
Erfreulich sei die weiter positive Entwicklung beim Steueraufkommen der Stadt Iserlohn, wo ein Plus von 5,8 Millionen Euro zu verzeichnen sei. Demgegenüber stehen aber zunächst einmal finanzielle Verschlechterungen durch äußere, von der Stadt nicht zu verantwortende Faktoren. Hierzu zählen um 4,9 Millionen Euro niedrigere Schlüsselzuweisungen genauso wie die Steigerung der Kreisumlage. Bedenklich sind aber nach Michael Woitek vor allem die gestiegenen Personalkosten bei der Stadt Iserlohn. "Personalkostensteigerungen in der Größenordnung von 3,6 Millionen Euro können weder jetzt noch in Zukunft im Rahmen einer Haushaltskonsolidierung ausgeglichen werden."
In seiner schriftlich verteilten Haushaltsrede brachte auch Iserlohns erkrankter Bürgermeister klar zum Ausdruck, "dass das Defizit von 8,4 Millionen Euro in keiner Weise meinen und mit Sicherheit auch nicht Ihren Erwartungen hinsichtlich unserer kommunalen Finanzlage entspricht."
Gleichzeitig betonte Dr. Peter Paul Ahrens darin aber auch, dass die nackte Betrachtung von Zahlen und Kennziffern des Haushaltsentwurfes jedoch nicht ausreichend und angemessen sei, um die Situation der Stadt Iserlohn zu beschreiben. "Denn Fakt ist, dass diese Stadt Jahr für Jahr ein wenig lebenswerter wird." Als Beispiele führte Iserlohns Bürgermeister u.a. den neu gestalteten Fritz-Kühn-Platz, die entstehende Gesamtschule am Seilersee, das neue Wohngebiet auf der Emst, das "R-Café" an der Lennepromenade und die beginnende Umgestaltung des Schillerplatz-Areals an.

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