Gegenseitiger Respekt
UWG-Bürgermeisterkandidatin Christa Kunze will Hemer als Netzwerk gestalten

Knut Kumpmann, Walter Gertischke und Guido Büchner (v.l.) präsentierten Christa Kunze als UWG-Bürgermeister-Kandidatin. Foto: Schulte
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"Wir wollten den Hemeranern und Hemeranerinnen bei der kommenden Bürgermeisterwahl eine echte Wahl ermöglichen, nachdem sich alle anderen Parteien überraschend und hinter verschlossenen Türen auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hatten", so UWG-Vorsitzender Guido Büchner bei der Vorstellung von Christa Kunze, "und ich bin mir sicher, dass wir das nun mit einer hervorragenden Persönlichkeit geschafft haben."

Von Christoph Schulte

Auch UWG-Fraktionsvorsitzender Knut Kumpmann zeigte sich von der Kandidatin überzeugt. "Die Hemeraner werden schnell merken, das Christa Kunze da ist, wo man sie braucht. Sie ist sicherlich keine Performance-Kandidatin."

"Keine Performance-Kandidatin"

Die so gelobte 54-jährige Volljuristin präsentierte sich bei ihrer Vorstellung dann auch entschlossen und voller Motivation ihrer neuen Aufgabe gegenüber. "Mir bereitet die politische Arbeit bereits seit meiner Jugend sehr viel Freude. Umso mehr, als ich durch meinen juristischen Hintergrund schnell und sicher agieren kann." Außerdem stelle sich sich gerne neuen Herausforderungen. "Ich bin eine Frau, die gerne auf andere zugeht und Freude daran hat, tragfähige Kompromisse auszuhandeln."
Ganz wichtig sei es ihr aber auch, nicht nur zu verwalten, sondern vor allem auch zu gestalten.

"Gestalten ist für mich noch wichtiger als verwalten"

"Ich halte Hemer für eine nach wie vor aufstrebende Stadt, die enorm von der Landesgartenschau profitiert hat." Doch auch solch eine Stadt, in der man in vielen Bereichen schon viel Positives vorfinde, müsse sich stetig weiterentwickeln. "Eine Stadt, in der nichts mehr passiert, ist schnell wieder auf dem absteigenden Ast", sagte die aktuell als Fraktionsgeschäftsführerin der UWG-Kreistagsfraktion MK tätige Kunze mit Blick auf zukünftige Herausforderungen, "wobei die Gestaltung einer Stadt wie Hemer für mich nur als Netzwerk infrage kommt." Dabei müsse man stets über die Parteigrenzen hinweg das große Ganze im Blick haben, dürfe aber auch über Wichtiges streiten. "Dabei erwarte ich jedoch Respekt mir gegenüber, so wie ich ja auch allen mit Respekt entgegentrete", forderte Christa Kunze gewisse politische Spielregeln.

Schwächere der Gesellschaft im Fokus

Bei der Vorstellung ihrer Ziele für Hemer hat die (noch) in Bönen lebende Mutter eines 19-jährigen Sohnes vor allem die Schwächeren der Gesellschaft im Fokus. Dazu gehören eine bürgerfreundliche Verwaltung genauso wie Verbesserungen der Lebensqualität für ältere, kranke oder behinderte Menschen. "Inklusion darf nicht nur auf Schulen beschränkt bleiben", ist Christa Kunze überzeugt, "das Ermöglichen von Teilhabe an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens und der Schutz vor Einsamkeit sind für mich ganz wichtige Säulen der Wertschätzung der Menschen."
Doch auch zu "harten" Standortfaktoren hat die UWG-Bürgermeisterkandidatin eine klare Meinung. So ist sie eine bekennende Gegnerin des Anhebens von Grund- und Gewerbesteuern wie eine Befürworterin der Weiterbaus der A46. Auch müssten für ein zukunftsfähiges Hemer neue Gewerbe- und Wohnbaugebiete - durchaus gerne auch interkommunal - ausgewiesen und die verkehrliche Infrastruktur - Stichworte Radwegenetz und Straßensanierungen - verbessert werden.

Wer die UWG-Bürgermeisterkandidatin Christa Kunze gerne einmal persönlich kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, 18. Januar, ab 11 Uhr im Alten Amtshaus die Gelegenheit.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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