Neues aus der überschwemmten "Bärenbande"

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Tag eins nach der Überschwemmung an der Berliner Straße: Die Aufräumarbeiten in der städtischen Kindertageseinrichtung „Bärenbande“ und der Freiherr-vom-Stein-Grundschule laufen. Eine Notgruppe für die Kinderbetreuung ist eingerichtet, und der Grundschulbetrieb kann morgen (16. Februar) definitiv fortgesetzt werden.
Die Ursache ist nun klar. Wie vermutet war ein Bruch der Feuerlöschleitung auf dem Dachboden für den immensen Wasserschaden über drei Etagen verantwortlich. Der Schock nach der Überschwemmung in der städtischen Kindertageseinrichtung „Bärenbande“ und der Freiherr-vom-Stein-Grundschule an der Berliner Straße hat sich etwas gesetzt, verflogen ist er noch lange nicht. Das Lehrerkollegium verschafft sich einen Schadensüberblick, Erzieherinnen im weitaus heftiger betroffenen Gebäudetrakt des Kindergartens räumen gemeinsam mit Mitarbeitern eines Umzugsunternehmens auf. Statt Karnevalsbasteleien mit den Kindern herzustellen, bestimmt die Entrümpelungsarbeit derzeit das Tagesgeschäft „17 Jahre sind im Eimer. Alles, was wir aufgebaut haben, ist hinüber“, sagt eine von ihnen betrübt und wuchtet einen kleinen Schrank mit Tränen in den Augen über ein Balkongeländer. Der bricht krachend auf dem inzwischen beträchtlich angewachsenen Sperrmüllhaufen im Pausenhof auseinander. Der Großteil des Mobiliars ist Schrott, trotzdem werden brauchbare Gegenstände weiter aussortiert und dann im Sauerlandpark Hemer gelagert. Wenn sie nicht organisierend telefoniert, schleppt KTE-Leiterin Martina Hellmann Stühle, Tische und kleine Bänke. Der Stress ist ihr anzusehen, dennoch macht ihr eines Mut: „Ich habe ein fantastisches Team.“ Noch gestern Abend erhielt sie mehrere SMS ihrer Kolleginnen. „Wir ziehen alle an einem Strang, wir schaffen das“, konnte sie auf ihrem Handy lesen. "Das hat mir schon geholfen, ich danke ihnen dafür“, sagt sie motiviert und rückt weiter Tische. Wenigstens werden bei dieser Arbeit heute die Füße nicht klatschnass, denn die Böden der drei Etagen wurden bereits trocken gesaugt.
Ein Großteil der Kindergartenkinder wird momentan von Oma und Opa betreut, während Eltern arbeiten gehen. Die Notgruppe bei der benachbarten KTE Rasselbande ist eingerichtet, ab Montag, 20. Februar, können dort 55 Kinder betreut werden, weitere 45 Kinder können in die angrenzenden Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde an der Zeppelinstraße 15 ziehen.
Unterdessen hat der Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Grundschule Gert Wolff erklärt, dass „der Schulunterricht ab morgen (16. Februar; Anm. d. Redaktion) fortgesetzt werden wird“. Natürlich werden die beiden gestern überschwemmten Klassenräume und der dazugehörige Flur noch nicht wieder genutzt werden können. „Dann werden wir halt etwas zusammenrücken“, so Wolff. Für eine absehbare Zeit könne man damit leben. Wann das sein wird? Diese Frage konnte auch der Gutachter heute nicht exakt beantworten,
nachdem er seine Runden gedreht hatte. Geschätzt wird allerdings, dass die
Sanierungsarbeiten durchaus ein halbes Jahr dauern können. Wenn nicht sogar länger. Denn welchen heute noch nicht sichtbaren Schaden die Wassermassen angerichtet haben, werden erst Kernbohrungen ans Tageslicht bringen. Diese sollen am kommenden Montag beginnen, um feststellen zu können, wie tief das Wasser in den Kellerboden eingedrungen ist. Auch die
Schadenshöhe ist daher noch nicht zu beziffern. Aber allein der Schaden am Inventar wird auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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