Volkszählung für Vögel

Wenig gehört dazu, um bei der Stunde der Wintervögel mitzumachen: Ein Fernglas ist sicher von Vorteil. Eine farbige Liste der häufigsten Vögel findet man auf der NABU-Seite:: stundederwintervoegel.de.Foto:  Frank Hecker Naturfotografie
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  • Wenig gehört dazu, um bei der Stunde der Wintervögel mitzumachen: Ein Fernglas ist sicher von Vorteil. Eine farbige Liste der häufigsten Vögel findet man auf der NABU-Seite:: stundederwintervoegel.de.Foto: Frank Hecker Naturfotografie
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Zum fünften Mal findet vom 9. bis 11. Januar die bundesweite Stunde der Wintervögel statt. Eine Stunde lang sollen die Vögel am Futterhäuschen, im Garten auf dem Balkon oder im Park gezählt werde. Jeder kann mitmachen. Wieder mit dabei ist die Herner NABU-Gruppe, die am Sonntag(11. Januar) von 9 bis 11.30 Uhr zum gemeinsamen Zählen ins Haus der Natur an der Vinckestraße 91 einlädt.

„Hier gibt es beste Beobachtungsmöglichkeiten, schön im Trockenen auf drei Etagen“, lädt Norbert Kilimann, Hernes NABU-Vorsitzender, ein, das Angebot zu nutzen.
Wer auch in diesem Jahr bestimmt in großer Zahl vorbeischaut sind die Gefiederten, um die es an diesem Tag geht. Die wissen längst, dass die Herner Naturschützer im Garten des Hauses eine Futterstelle eingerichtet haben, bei der sowohl Körner- als Weichfutterfresser nicht zu kurz kommen. Und dass es nicht bei Amseln, Spatzen oder Meisen bleibt, zeigt die Vergangenheit, als schon mehrfach mehr als hundert Erlenzeisige sich am Futter gütlich taten. Gäste aus Skandinavien ebenso wie die schmucken Bergfinken, nahe Verwandte unserer Buchfinken.
Mehr als dreißig verschiedene Arten haben Kilimann, andere Mitglieder der Herner NABU-Gruppe und Gäste bisher an der Futterstelle beobachtet, die inzwischen das gesamte Jahr über den Tieren einen gedeckten Tisch bietet.
„Denn in der Stadt und der aufgeräumten Landschaft bleibt immer weniger Nahrung für die Vogelwelt übrig“, weiß Kilimann und befindet sich in guter Gesellschaft. Professor Peter Berthold, langjähriger Direktor der Vogelwarte Radolfzell und weltweit renommierter Vogelkundler war einer der ersten der auf diesen Umstand hingewiesen und zu einer ganzjährigen Fütterung aufgeufen haben.
Gerade um die Entwicklungen in unserer Vogelwelt beurteilen zu können, sind solche Zählungen wie am Wochenende wichtig, um Daten zu den Arten und ihre Anzahl in den Gärten zu erlangen. „Gleichzeitig ist solch eine Aktion eine gute Gelegenheit, Spaß am Beobachten von Vögeln zu bekommen“, macht Norbert Kilimann Werbung für ein spannendes Hobby. „Wir freuen uns aber über jeden und jede, die bei uns mitzählen und -beobachten möchte“, erneuert Norbert Kilimann seine Einladung, am Sonntag dabeizusein. „Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Getränke und Kekse stehen bereit“, sagt Kilimann. Wenn vorhanden sollte man ein Fernglas mitbringen.
Wer lieber allein oder im familiären Kreis zählen möchte, hat dazu vom 9. bis 11. Januar Gelegenheit. Tipps, wie man es richtig macht, stehen im Internet unter der Adresse: www.stundederwintervoegel.de.
Dort finden sich auch Porträts der häufigsten Arten, und hier können auch die eigenen Zählergebnisse gemeldet werden.
Im letzten Jahr beteiligten sich bundesweit mehr als 76.000 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“, in Nordrhein-Westfalen haben rund 14.500 Vogelfreunde ihre Beobachtungen gemeldet.

Wenig gehört dazu, um bei der Stunde der Wintervögel mitzumachen: Ein Fernglas ist sicher von Vorteil. Eine farbige Liste der häufigsten Vögel findet man auf der NABU-Seite:: stundederwintervoegel.de.Foto:  Frank Hecker Naturfotografie
Auch dieser „Nussdieb“ wird sich bestimmt sehen lassen, wenn der Herner NABU zum Zählen ins Haus der Natur einlädt. Foto: Norbert Kilimann
Autor:

Rainer Rüsing aus Herne

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