Drei neue Stabsstellen haben ihre Arbeit aufgenommen

Dennis Neumann ist der Inhaber der neuen Stabsstelle demografische Entwicklung.
  • Dennis Neumann ist der Inhaber der neuen Stabsstelle demografische Entwicklung.
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Den aktuellen Stand der Arbeit der drei neu geschaffenen Stabsstellen demografische Entwicklung, Image und Sauberkeit sowie Bündnis für Arbeit stellte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda jetzt während eines Pressegesprächs vor.

Für die demografische Entwicklung werde man letztlich eine Gesamtstrategie vorlegen, so Dudda, doch zunächst sei der demografische Wandel als Schwerpunktthema auserkoren worden. „Wichtiges Ziel ist es, die Chancen und Stellschrauben noch einmal herauszuarbeiten und in den Fokus zu rücken“, ergänzte Dennis Neumann, Inhaber der Stabsstelle, mit Blick auf den Themenkomplex Wohnen und Leben im Alter. „Es wird darum gehen, passgenaue Lösungen zu finden, wie die demografische Entwicklung in Herne gestaltet werden kann.“
Dabei setzt man bei der Stadtverwaltung sowohl auf die Beteiligung der Bürger als auch auf die Einbindung von Fachleuten. So ist zum anderen noch in diesem Halbjahr in Röhlinghausen, wo es ein Quartiersmanagement gibt, und in Horsthausen eine Befragung von jeweils etwa 300 Senioren pro Ortsteil geplant. Damit soll in Erfahrung gebracht werden, „was die Senioren auf dem Herzen haben und welche Ressourcen sie haben und nutzen“, nannte Neumann zwei Beispiele. Dazu zählen Aspekte wie Nahversorgung, soziale Bezüge und Mobilitätsvoraussetzungen.

Expertenbeirat

Zum anderen möchte man von Seiten der Verwaltung einen Beirat mit Experten aus Wissenschaft und Politik einrichten, darunter der frühere Sozialdezernent Meinolf Nowak, Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, sowie Soziologieprofessor Klaus Peter Strohmeier (Ruhr-Universität Bochum). Künftig soll sich der Expertenbeirat ein- bis zweimal pro Jahr treffen. Die erste Sitzung ist für Mai vorgesehen.
Für die Stabsstelle Image und Sauberkeit verwies Dudda darauf, dass bald die Unterstützerkampagne „Herne kann was“ anlaufen werde. Als nächstes Projekt werde man sich den U-Bahnhof „Archäologie-Museum/Kreuzkirche“ vornehmen, dessen oberirdische Gestaltung Ende des Jahres beginnen solle.

Pakt für Sauberkeit

Daneben kündigte Dudda den Auftakt für den Pakt für Sauberkeit an. „Am 19. April wollen wir im Haupt- und Personalausschuss Handlungsfelder vorschlagen und hoffen auf einen Auftrag von der Politik,“ erläuterte der Oberbürgermeister, der damit rechnet, dass im Herbst ein Bündel an Maßnahmen verabschiedet werden kann.
Zusätzlich sind ab dem 18. April im Rahmen der europaweiten Initiative „Let’s Clean Up Europe“ Stadtputzaktionen geplant, um auf das Problem des zunehmenden Mülls im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen. „Wir haben Schulen, Kindergärten und die Wohnungswirtschaft angeschrieben“, hofft Horst Tschöke, Vorstand von Entsorgung Herne, dass sich viele Bürger daran beteiligen werden. „Wir werden die Gruppen unterstützen, indem wir Sammelsäcke und Handschuhe bereitstellen.“
Die Stadt selbst wird währenddessen nicht nur die Containerstandorte reinigen, sondern ab April den Kommunalen Ordnungsdienst um 13 Kräfte ausweiten. „Wir wissen, wo vermehrt Müll abgelagert wird, und wollen die Kontrollen verstärken“, so Dudda.

Ausbildungskampagne

Im Bereich Bündnis für Arbeit kündigte der Oberbürgermeister an, dass man Mitte oder Ende April in Absprache mit der Agentur für Arbeit eine Ausbildungskampagne starten wolle. „Außerdem wollen wir uns dem Angstraum an der Bahnunterführung Ackerstraße annehmen.“ Dafür konnten die Jugendkunstschule und die Deutsche Bahn gewonnen werden, mit denen Anfang April ein Ortstermin vorgesehen ist.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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