Janina Philipp betreibt von Bayern aus ein Onlineangebot für Hertensouvenirs
Das richtige "Pottenzial"

Für die hauptberufliche IT-Managerin, die ganz im Kontrast zu ihrem kreativen Hobby BWL und Management in Gelsenkirchen studiert hat, ist "Ruhrpottenzial" eine liebgewonnene Nebentätigkeit.
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Die schwarzen Kohlewolken sind längst verzogen, das Ruhrgebiet ist salonfähig. Ob Touri oder Einheimischer: Gern trägt man heute nicht mehr nur Schriftzüge von Berlin oder Hamburg auf der Klamotte, sondern ebenso ein "I love Ruhrpott". Janina Philipp setzt diese Idee in die Tat um.

Wer bei Ruhrpottenzial.com ins Impressum schaut, wird sich zunächst wundern: Die Betreiberin wohnt in Karlsfeld, einer idyllischen Gemeinde am nordwestlichen Stadtrand von München. Wie passt das zusammen?
"Ich bin in Herten geboren und aufgewachsen", erklärt die sympathische 31-Jährige. Auch wenn sie sich mittlerweile eine neue Wahlheimat gesucht hat, ihr Herz schlägt weiter für die Ruhrgebietsregion - und das spiegelt sich in ihren Designs wider. "Die Idee zum I love-Motiv in Verbindung mit dem Herzschlag und dem Seitennamen Ruhrpottenzial hatte ich einfach spontan im Kopf", verrät Janina. Ihr Verlobter und die Familie spornten sie dann dazu an, mehr aus ihrem Einfall zu machen. "Zur Weihnachtszeit 2016 hatte ich etwas Zeit, mich bezüglich passender Plattformen schlau zu machen." Schnell fand sie einen passenden Partner, der für ihre Entwürfe die komplette Fertigung, also Druck, Versand und Service, übernimmt. "Das funktioniert so: Über meine Seite gelangt man zum Shop und wählt dann beispielsweise das passende T-Shirt oder die Tasse aus, auf die man eines meiner Designs drucken lassen möchte", so die gebürtige Hertenerin. Ob Stoffbeutel oder Baby-Strampler - die Auswahl ist üppig.

Fototour statt Kaffeeklatsch

Neben der Webseite betreibt Janina Social Media-Kanäle mit ständig neuen Impressionen aus dem Ruhrgebiet. "Ich habe immer gern und viel fotografiert und schon ein breites Foto-Archiv mit nach Bayern gebracht", deshalb sei die räumliche Entfernung gut zu überbrücken. Dennoch sorgt die junge Frau kontinuierlich für neues Material: "Wenn ich zu Besuch komme, treffe ich mich mit Mama halt nicht zum Kaffee, sondern zur Fototour beispielsweise an der ehemaligen Zeche Leopold in Dorsten oder der Halde Hoheward in Herten." Mit dem Besucherzentrum dort besteht seit August eine Kooperation, auf die Janina besonders stolz ist: Vor Ort werden die "I love Herten"-Shirts in verschiedenen Farben und Formen angeboten. Anders als über den Shop lässt Janine diese, in kleiner Menge, speziell fertigen. Verkaufs- und Lagerfläche seien begrenzt, aber wenns gut läuft, ist sogar eine Erweiterung auf andere Produkte angedacht. "Für mich ist das eine Riesen-Anerkennung und hat vor allem einen emotionalen Wert, denn genau in dieser Zeche war mein Opa selbst unter Tage." Für die hauptberufliche IT-Managerin, die ganz im Kontrast zu ihrem kreativen Hobby BWL und Management in Gelsenkirchen studiert hat, wird Ruhrpottenzial aber auch mit wachsenden Umsatzzahlen eine liebgewonnene Nebentätigkeit bleiben. "Es macht einfach ganz viel Spaß, vor allem weil die ganze Familie dabei ist: Sie sammeln Ideen, liefern Fotos und denken immer schon einen Schritt weiter als ich selbst", lacht Janina. "Reich werde ich damit nicht, ich verdiene ja an jedem Teil nur eine kleine Provision - aber ich freue mich einfach wie ein Honigkuchenpferd über jede Verkaufsbenachrichtigung und hüpfe dann im Kreis!" Ein kleines bisschen mehr Zeit für ihre Webauftritte wäre bei ihrem Vollzeit-Bürojob vielleicht ein kleiner Wunsch. "Aber ich nutze die S-Bahn-Fahrten nach München rein und zurück", verrät sie. Und eine Rückkehr in den geliebten Pott? So schön die alten Pütts auch sein mögen - die Hertenerin liebt genauso das Wandern, das Ski-Fahren und die Berge. Vielleicht Motive für eine zweite Kollektion? SH

Für die hauptberufliche IT-Managerin, die ganz im Kontrast zu ihrem kreativen Hobby BWL und Management in Gelsenkirchen studiert hat, ist "Ruhrpottenzial" eine liebgewonnene Nebentätigkeit.
So sieht Herten unterm Herzen aus.

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