Europäische Mobilitätswoche
Kindergarten und Schulen in Herten beteiligten sich mit Aktionen

Die Kinderfreunde Beate Kleibrink und Lukas Benkhoff nahmen an der europäischen Mobilitätswoche teil.
  • Die Kinderfreunde Beate Kleibrink und Lukas Benkhoff nahmen an der europäischen Mobilitätswoche teil.
  • Foto: Corina Plötz
  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

HERTEN. Ein ganz wichtiges Ziel der Kinderfreunde der Stadt Herten ist es, Eltern und Kinder fit für den Verkehr zu machen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bewegung zu Fuß oder per Fahrrad. Passend dazu hat sich die Stadt Herten in diesem Jahr an der europäischen Mobilitätswoche beteiligt. Dafür besuchten die Kinderfreunde der Stadt Herten exemplarisch einen Kindergarten, zwei Schulen und führten eine Aktion im verkehrsberuhigten Bereich „Freiwiese“ durch.

Als Mitglied im "Zukunftsnetz Mobilität NRW" hat Kinderfreundin Beate Kleibrink besonderes Material für die Projektwoche bekommen. Europaweit sollte so für die Bewegung zu Fuß und auf dem Fahrrad geworben und sensibilisiert werden. "Die Kinder sind immer seltener in der Lage sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen", erklärt Kinderfreundin Beate Kleibrink. "Aber genau das ist so wichtig. Zum einen natürlich im Punkto Beweglichkeit der Kinder, Aufmerksamkeit und Sicherheit und, und das ist kein unerheblicher Punkt, natürlich ist die Bewegung zu Fuß oder per Fahrrad auch viel besser für die Umwelt", so Kleibrink weiter.

Aktion "Zu Fuß zum Kindergarten"

Im Rahmen der Mobilitätswoche hat die Evangelische Thomas-Kita in Westerholt sich mit der Aktion "Zu Fuß zum Kindergarten" beteiligt. Ziel war es, dass sich die Eltern aktiv mit dem Weg zur Kita auseinandersetzen: Ist eine tägliche Autofahrt nötig oder kann mein Kind den Weg zu Fuß zurücklegen? Dafür wurde zunächst einmal für das Experiment "Komm, wir gehen zu Fuß zum Kindergarten" geworben und Informationen verteilt. "Wir wollten hier den Eltern noch mal genau zeigen, dass der Weg mit dem Auto nicht immer die leichtere Alternative ist. Eigentlich geht der Stress doch schon beim Anschnallen des Kindes los, dann muss ein Parkplatz gesucht werden", erklärt Beate Kleibrink. "Wir wollten einfach anregen, ob das Bringen und Abholen mit dem Auto wirklich notwendig ist."

Am Aktionstag selbst wurden Plakate vor der Kita aufgehängt. An einem Infotisch konnten die Kinder Karten sowie Buttons bemalen und selber herstellen und später ihren Eltern überreichen. Abschließenden malten die Kinder Fußabdrücke und den Hinweis "Das ist unser Fußweg" auf den sonst zugeparkten Gehweg.

Aktion "So wird mein Schulweg sicherer"

Schon seit zehn Jahren besuchen die Kinderfreunde Fünftklässler im Gymnasium nach den Sommerferien. Im Projekt "So wird mein Schulweg sicherer" werden der neue Schulweg und Möglichkeiten besprochen, was man selber tun kann, um den eigenen Schulweg sicherer zu gestalten.

Kinderfreundin Beate Kleibrink hat in diesem Jahr den Besuch im Rahmen der Mobilitätswoche gemacht, da es ihrer Meinung nach super dazu passt. "Hier können die Schüler sich mit ihren Schulwegen beschäftigen und lernen, welche Auswirkung die eigene Entscheidung auf das Umfeld hat", so Kleibrink. "Wir üben mit den Kindern Entscheidungen für die jeweiligen Situationen zu treffen. Sei es, ob sie bei rot oder grün über die Ampel gehen oder ob sie den Schulweg zu Fuß, im Bus oder im Auto von Mama oder Papa zurücklegen. Und dabei wird den meisten bewusst, dass der Weg zu Fuß, per Fahrrad oder Bus natürlich auch die Umwelt schont."

Aktion im Wohngebiet "Freiwiese"

Die Aktionen beschränkten sich aber nicht nur auf Schulen und Kindergarten, es gab auch noch eine Aktion im Wohngebiet "Freiwiese". Die Kinderfreunde wählten dabei bewusst einen Standort in einem "Verkehrsberuhigten Bereichen" aus. Diese Bereiche sind oftmals reine Wohngebiete, ohne Durchgangsverkehr und Gewerbeanbindung und haben dadurch viel weniger motorisierten Verkehr als üblicherweise im Stadtgebiet. Aber was macht so einen Bereich aus? Wer hat welche Rechte, wo darf man parken oder spielen? Für die Aktion waren sie mit einem kleinen Infotisch, Malkreide, Karten und verschiedenen Flyern zum Thema bestückt. Auf der Fläche zum Fahren wurde mit riesigen Buchstaben unter anderem "Die Straße gehört allen" und "Straße für alle" geschrieben sowie viele bunte Füße mit Schablonen gemalt.

In den Gesprächen mit Interessierten und mit Kindern wurde dabei eines ganz deutlich: Wenn es ein gutes Miteinander mit den anderen Verkehrsteilnehmenden gibt, dann funktioniert das Konzept "Verkehrsberuhigter Bereich".

Autor:

Lokalkompass Herten aus Herten

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