Dietrich Walther: „BiTS ist mein Jungbrunnen“

Dietrich Walther in seinem Büro, das sich auf dem Campus-Gelände am Seilersee befindet.
  • Dietrich Walther in seinem Büro, das sich auf dem Campus-Gelände am Seilersee befindet.
  • hochgeladen von Rainer Tüttelmann

Die täglichen Rundgänge über „seinen Campus“ am Seilersee genießt Dietrich Walther ausgiebig. Auch wenn er die Business and Information Technology School vor zwei Jahren an den den privaten Bildungsanbieter Laureate Education aus Baltimore (USA) verkauft hat.

Iserlohn. „Zehn Jahre BiTS sind 15 Prozent meines Lebens“, hebt Dietrich Walther die Bedeutung hervor, „ich habe die BiTS vor zehn Jahren gegründet. Es kommt mir aber viel länger vor.“
Begonnen hat sein BiTS-Projekt „auf einem Brachland“. Heute befinden sich dort die BiTS, ein privates Internat, ein Hotel, der Reitverein und mehrere Gastronomien. „Das“, so Walther, „kann sich sehen lassen.“ Da ihm zusammen mit Ehefrau Barbara die Immobilien gehören, sieht er es als Verpflichtung an, „täglich nach dem Rechten zu sehen“. Zufriedenheit stellt sich bei ihm ein, „wenn ich diese Lebensleistung betrachte“. Walther weiter: „Die fällt halt nur anders als gewöhnlich aus.“ Und er fügt hinzu, „dass ich dankbar bin, mit den jungen Menschen zusammen sein zu dürfen.“ Sein Fazit: „Mein Jungbrunnen“.
Als Dietrich Walther vor zehn Jahren die BiTS gründete, hatten sich 25 Studenten angemeldet. „Ich habe mir damals keine Sorgen gemacht und ich habe auch nicht gesehen, was auf mich zukommen könnte. Ich bin sehr optimistisch an die Sache herangegangen.“ Eine wirtschaftlich ausgerichtete Schule war ihm ebenso von großer Wichtigkeit wie die internationale Perspektive mit dem Auslandssemester. „Es war und ist ein harter Markt, denn wir stehen in Konkurrenz zu den staatlichen Schulen.“
Walther hatte das große Glück, gleich zu Beginn äußerst aktive und engagierte Studenten an der Schule zu haben. „Zu den meisten habe ich noch einen guten Kontakt. Sie haben alle sehr gute Karrieren gemacht.“
Den entscheidenden Durchbruch erzielte die BiTS, als Bill Clinton beim 2. Campus Symposium als Hauptredner auftrat. „Im folgenden Wintersemester hatten sich gleich 250 Studenten mehr angemeldet. Ich denke, dass die Eltern und die Studenten gleichermaßen von der Schule und ihren Inhalten überzeugt waren.“
Die BiTS hatte sich in Deutschland und dem angrenzenden Ausland einen hervorragenden Ruf erworben. „Unternehmerisch ausbilden und denken, auch wenn man nicht Unternehmer werden möchte, das war und ist die Leitmaxime.“
Dietrich Walther schuf ein Netzwerk und half den Studenten, gute Plätze zu finden, um in den Semestern auch in den Unternehmen zu arbeiten. „Wir sind aber noch lange nicht so weit wie die USA, wo sich die Universitäten beeindruckende Netzwerke geschaffen haben.“
Sein Wunsch ist, dass sich die privaten Hochschulen europäisch ausrichten, und er wünscht sich, „dass sich Unternehmen noch stärker in einer Privat-Hochschule einbringen.“ Warum? „Junge Wissenschaftler sind hungrig. Das ist für die Unternehmen doch optimal.“
Der internationale Austausch, sowohl für Schüler als auch für Lehrer, ist für ihn ein ganz entscheidender Gesichtspunkt. Nur der global denkende Mensch hat Perspektiven. Deshalb sieht er die jetzt mit amerikanischem Unternehmer-Geist ausgestattete BiTS auf dem richtigen Weg. „Die Fortsetzung meiner Ideen.“
Er selber widmet sich jetzt noch intensiver dem „Green Business“ und der demografischen Entwicklung. „Was müssen und können wir tun, wenn immer mehr Menschen auf der Erde leben?“ Der Beantwortung dieser Fragen möchte Walther mit seinem neuen Buch Ende des Jahres ein Stück näher kommen.
Selbstverständlich wird er auch auf dem sechsten Campus Symposium zugegen sein, Kontakte pflegen und neue hinzufügen. „Ich möchte auch weiterhin den Studenten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich helfe, wenn man mich anspricht.“
Auf dass der Jungbrunnen nie versiegen möge.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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