NATO-Übung: Kalkar meldet Einsatzbereitschaft

Blick in die Planungsabteilung, in der Fachleute verschiedener Nationen die Luftoperationen planen.
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Die Herausforderung NATO Response Force 2012 (NRF 2012), der schnellen Eingreiftruppe des westlichen Verteidigungsbündnisses, kann kommen – das Kommando Operative Führung Luftstreitkräfte (KdoOpFüLuSK) ist gerüstet. Mit der erfolgreichen Teilnahme an der multinationalen Übung Steadfast Juncture 2011 (SFJE 11) hat der Kernstab aus Kalkar mit seinen Verstärkungskräften aus der ganzen Bundeswehr und sechs Partnernationen der NATO den letzten Schritt absolviert. Am Ende der Übung konnte Generalleutnant Dieter Naskrent, der Kommandeur des KdoOpFüLuSK, dem Kommandeur des übergeordneten Hauptquartiers im niederländischen Brunssum, General Wolf-Dieter Langheld, die Einsatzbereitschaft als Luftstreitkräftehauptquartier melden.

Zwei Wochen lang hatte das Kommando in dem Containergefechtstand auf dem Hubschrauberlandeplatz der von-Seydlitz-Kaserne fast rund um die Uhr geübt. Im Mittelpunkt stand bei Steadfast Juncture die Zusammenarbeit der verschiedenen Elemente mit dem Hauptquartier in Brunssum, dessen vorwärtiges Element vom Truppenübungsplatz Parbrade in Litauen operierte. Das Marine Element war durch die Naval Striking and Support Forces in Neapel bereitgestellt worden. Ferner war noch das NATO Deployable Corps im griechischen Thessaloniki als Hauptquartier für die Landstreitkräfte und das Spanische Army Special Operations Command in Alicante an SFJE 11 beteiligt.
Fast 450 Soldatinnen und Soldaten waren für die Führung der rund 9000 virtuell unterstellten Kräfte mit ihren Waffensystemen in einem fiktiven Einsatzszenario verantwortlich. Die Spannbreite der eingespielten Lagen reichte von der routinemäßigen Grenzüberwachung, über den Notausstieg einer Tornado-Crew über fremdem Territorium mit anschließender Geiselnahme durch Terroristen bis hin zum Abschuss eines gekaperten Kleinflugzeugs, welches vollgepackt mit Sprengstoff als Waffe gegen die Hauptstadt des Krisenstaates Tytan eingesetzt werden sollte. Einen Schwerpunkt nahmen aber vor allem auch die so genannten „nicht-kinetischen“ Operationen ein: Aktive Pressearbeit, diplomatische Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus Militär und Politik des Einsatzlandes oder dem Stellvertretenden Generalsekretär der Vereinten Nationen aber auch die Unterstützung von Hilfsorganisationen im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit gehörten zum Tagesgeschäft im Kalkarer Hauptquartier, dass sich im Szenario in Unakos, der Hauptstadt Tytans, befand.

Generalleutnant Dieter Naskrent zeigte sich am Ende der Übung überzeugt von der Leistungsfähigkeit seines Kernstabes und der Verstärkungskräfte, die in diesem Jahr über mehrere Wochen hinweg gemeinsam geübt hatten. „Die Zusammenarbeit in allen Bereichen hat mich beeindruckt“, so General Naskrent, „ich weiß, dass ich im kommenden Jahr auf jeden Einzelnen zählen kann.“

Am 1. Januar 2012 beginnt die einjährige Bereitschaftsphase für die NRF 2012. Zuvor wird Generalleutnant Naskrent im Rahmen eines feierlichen Appells in Lyon die Verantwortung von den Franzosen übernehmen. Diese stehen seit dem 1. Juli 2011 in Bereitschaft.

Text und Fotos: Oberstabsfeldwebel Klaus Sattler

Blick in die Planungsabteilung, in der Fachleute verschiedener Nationen die Luftoperationen planen.
Das JFAC HQ ist einsatzbereit: General Wolf-Dieter Langheld (rechts) mit Generalleutnant Dieter Naskrent.
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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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