Gesucht: Der Rattenfänger von Kamen

Die Stadt Kamen hat am heutigen Dienstag, 8. Januar, gehandelt: Eine Fachfirma hat im Gebiet um die Straße an der Koppel Giftköder ausgelegt.
  • Die Stadt Kamen hat am heutigen Dienstag, 8. Januar, gehandelt: Eine Fachfirma hat im Gebiet um die Straße an der Koppel Giftköder ausgelegt.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Martina Abel

Eigentlich ist Klaus Schwenk ein sehr tierlieber Mensch. Aber bei Ratten, da hört die Liebe dann doch auf. So ist der Kamener nicht sonderlich erbaut, dass die Nagetiere ihm in letzter Zeit gerne mal einen Besuch abstatten.

Im Garten seiner Mietwohnung An der Koppel geben sich die Nager ein Stelldichein - diesen Eindruck hat Familie Schwenk seit ein paar Wochen. „Sogar auf der Fensterbank im ersten Stock war der Rattenkot zu finden!“, so Schwenk. Selbst vor den Meisenknödeln machten die kleinen Plagegeister keinen Halt.
Keine Wunder, dass sich der Kamener dieser Plage entledigen wollte. Aber wer ist zuständig? Mit Behörden habe er schlecht Erfahrungen gemacht, erklärt Schwenk - und wandte sich an die Stadtspiegel-Redaktion. Nach unserem Artikel vom 27. Dezember 2012 kam der Stein so langsam ins Rollen: Rolf Kreisel vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung stellte sich spontan zu einem Ortstermin zur Verfügung. „Wenn die Ratten aus den Kanälen kommen, sind wir dafür zuständig“, erklärt er. Aber in den meisten Fällen seien es eher die privaten Anschlüsse, die die Ratten anlockten: „Immer noch entsorgen viele Bürger Essensreste in der Toilette. Das ist für die Ratten im wahrsten Wortsinn ein gefundenes Fressen.“, so Kreisel. Auch Müllentsorgung auf privaten und öffentlichen Grundstücken zieht die ungeliebten Nager an. Da steht jeder Bürger selbst in der Verantwortung.
Eigentlich sind Ratten etwas ganz „Normales“: Auf jeden Einwohner kommen statistisch gesehen zwei bis drei Ratten. „Zweimal jährlich“, führt der Pressesprecher der Stadt Kamen, Hanno Peppmeier, aus, „werden Giftköder im Stadtgebiet ausgelegt, um die Population einzudämmen.“ Und natürlich reagiert die Stadt auch auf Zuruf - wie im Fall Klaus Schwenk. Hanno Peppmeier teilte der Stadtspiegel-Redaktion mit: „Seit Dienstag werden im Gebiet rund um die Straße An der Koppel Giftköder durch eine Fachfirma ausgelegt!“ Diese kontrolliert auch, ob die Aktion erfolgreich verläuft, und wird ansonsten ein zweites Mal tätig. So wird Klaus Schwenk in absehbarer Zukunft wieder seinen Garten und die Spaziergänge mit seinem Hund genießen können.

Autor:

Martina Abel aus Kamen

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