Keine Ruhe zum Jahreswechsel: Polizei ist in der Silvesternacht ständig im Einsatz

Während die meisten Bürger Kamens ins Neue Jahr hinein feiern, müssen andere arbeiten: Krankenschwestern, Feuerwehrleute, aber auch die Polizei hat an Silvester selten Ruhe. Bleigießen, Raketen abfeuern und Sekt trinken stet bei ihnen nicht auf dem Programm.

Besonders ab Mitternacht geht es für die Beamten der Polizeiwache in Kamen rund. Sie müssen vor allem bei Schlägereien und Rangeleien einschreiten. Meist ist übermäßiger Alkoholgenuss der Grund für die Aggressionen. Bei Glatteis gibt es zudem oft Verkehrsunfälle. Ab drei, vier Uhr wird einigen auch die Knallerei zuviel und sie bitten die Polizei um Hilfe. „Wir gehen dann mit Fingerspitzengefühl ran und erklären den Leuten, das andere auch an Silvester mal schlafen möchten“, sagt Hauptkommissar Jörg Schubert.

Die Zeiten der Schichten werden an Silvester etwas variiert. „Der Spätdienst wird etwas eher abgelöst als üblich, damit die Kollegen es noch rechtzeitig zu ihren Feiern schaffen,“ sagt Jörg Schubert. „Der Frühdienst kann auch etwas später anfangen.“

Zeit für eine Silvesterfeier bleibt den Polizisten nicht. „Ein Kollege bereitet immer für die anderen ein schönes Silvesteressen vor. Ansonsten bleibt nur Zeit, über Funk alles Gute zum Jahreswechsel zu wünschen“, erklärt Schubert. Sekt trinken ist nicht drin: „Auf der Dienststelle und bei der Arbeit herrscht absolutes Alkoholverbot“, so der Hauptkommissar.

Die Einteilung für den Dienst an Silvester erfolgt stets einvernehmlich, wie Schubert schildert. „Da wir alle ein gutes Verhältnis zueinander haben, gibt es da keine Probleme.“ An Weihnachten haben oft die Familienväter frei, dafür übernehmen diese dann verstärkt zum Jahreswechsel die Nachtschicht. Die Schicht ist immer stärker besetzt als in anderen Nächten, da es generell mehr Einsätze gibt. Wer Urlaub hat, hat natürlich frei. „Da schauen wir oft, wer im vorherigen Jahr an Silvester Dienst hatte“, so Schubert.

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