Kamenerin erlebt Flutkatastrophe hautnah

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Auf der Fahrt nach Tirol sah Beatrice Köhler immer wieder die Auswirkungen des Hochwassers. (Foto: privat)

Eigentlich sollte diese Fahrt einfach nur wunderschön werden: Beatrice Köhler hatte von ihrem Freund Michael Gödecker ein Auto geschenkt bekommen. Doch um den Wagen abzuholen, mussten die Beiden bis nach Kufstein in Tirol fahren, wo Michael Gödecker mittlerweile wohnt. Unterwegs erlebten sie und zwei ihrer Kinder, wie eine Flutkatastrophe sich „anfühlt“

Letzten Montag trat man den Weg nach Kufstein an. "Normalerweise benötigt man für die Strecke zwischen sechs und sieben Stunden", weiß die Kamenerin. Doch es wurden 17 Stunden, in den sie mit ihren beiden kleinen Kindern von einer Sperrung in die nächste fuhr. "Es war einfach nur eine Katastrophe", ist die vierfache Mutter bis jetzt genervt. Klar - für die Situation konnte niemand etwas, bei allen lagen die Nerven blank. Der einzige Rat, den Beatrice Köhler von den Einsatzkräften bekam, war "Sehen Sie zu, dass Sie sich ein Hotel suchen!"

Über Schleichwege ans Ziel

Aber sie hielt durch: "Ich habe dann per Navi Schleichwege gefunden, aber die waren teilweise auch überflutet." Selbst ist die Frau, dachte sich Beatrice Köhler, zog Schuhe um Strümpfe aus und überprüfte, wie hoch das Wasser auf der Straße stand und ob sie weiterfahren konnte.
Nach 17 Stunden war dann endlich das Ziel erreicht. In Kufstein selbst hatten die Einwohner zwar Angst, dass der Pegel des Inns weiter steigt. Aber Hektik war noch nicht ausgebrochen. Richtig schlimm jedoch war es in der Region Rosenheim - das war nur noch landunter! "So etwas habe ich noch nie erlebt und möchte das auch nie wieder erleben!", ist Beatrice Köhler froh, wieder im trockenen Kamen zu sein.



Hier sehen Sie Eindrücke vom Hochwasser in Rosenheim und Kufstein:

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