Kreisweite Aktion gegen Gewalt an Frauen

Beteiligen sich an der Brötchentütenaktion: Diana Skrotzki, Gleichstellungsbeauftragte, mit Annette Schupp, SkF Glanzleistung, Dorothea Domasik, SkFProDonna und weiteren Mitarbeiterinnen von ProDonna.  Foto: Archiv Stadt Langenfeld
  • Beteiligen sich an der Brötchentütenaktion: Diana Skrotzki, Gleichstellungsbeauftragte, mit Annette Schupp, SkF Glanzleistung, Dorothea Domasik, SkFProDonna und weiteren Mitarbeiterinnen von ProDonna. Foto: Archiv Stadt Langenfeld
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Seit 1991 wird der 25. November als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen begangen. Eine Studie der WHO vom Juni 2013 zeigt, dass weltweit über ein Drittel der Frauen in ihrem Leben Prügel, Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen oder anderweitigen Missbrauch erleben.

Zunahme bei Fällen häuslicher Gewalt

Das Frauen- und Kinderschutzhaus und die Interventionsstelle im Kreis Mettmann verzeichnen eine Zunahme bei Fällen häuslicher Gewalt. Kreisweit lagen der Interventionsstelle in den ersten zehn Monaten in diesem Jahr 556 Meldungen vor. In Langenfeld lag die Fallzahl bis Oktober bei 46 Familien, in den Frauen und Kinder von Gewalt betroffen sind.

Von Körperverletzung bis Vergewaltigung

Die Bandbreite der Taten reicht von einfacher Körperverletzung bis hin zur Vergewaltigung. Der „Schutzraum“ zu Hause ist für viele Frauen und Kinder kein Hort der Sicherheit, sondern er wird zum Tatort. „Gewalt hat viele Gesichter und ist nicht an eine Nationalität oder Schicht gebunden“, weiß Gleichstellungsbeauftragte Diana Skrotzki. „Ich bin für betroffene Frauen oft die erste Anlaufstelle in der Stadt und stelle den Kontakt zu Interventionsstellen, Frauen- und Kinderschutzhaus oder zum Polizeilichen Opferschutz her“, erläutert sie weiter.

Weltweit mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen

Darüber hinaus sind weltweit mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Frauen, die genital verstümmelt wurden, leiden meist für den Rest ihres Lebens an psychischen und physischen Folgen. Durch die steigende Zahl an geflüchteten Menschen ist auch die Zahl der von Genitalverstümmelung betroffenen oder bedrohten Frauen in Deutschland gestiegen.

Kreisweiten Brötchentütenaktion

Seit vielen Jahren beteiligt sich sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenfeld gemeinsam mit dem der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Langenfeld an der kreisweiten Brötchentütenaktion gegen häusliche Gewalt.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“ steht auf den 21.000 Brötchentüten, die ab Mittwoch, 22. November, in vielen Bäckereien im ganzen Stadtgebiet benutzt werden. Mit dieser Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen leider nach wie vor ein aktuelles Thema ist.

Aufmerksamkeit und Information

Die Brötchentüten sollen Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig Informationen bieten, die Rückseite der Tüten ist mit Telefonnummern versehen, an die sich betroffene Frauen wenden können.

„ProDonna“ und „Die Tüte“

Unterstützt wird diese Aktion von dem Sozialdienst katholischer Frauen mit den Verkaufsstellen „ProDonna“ und „Die Tüte“ sowie acht Bäckereien mit ihren örtlichen Filialen.

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