Montagstreff intern beim Hospizkreis Menden e.V.

Marion Luig (li) ;  Gaby Haber (re)
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Marion Luig und Gaby Haber gaben Einblick in die große Trauerausbildung

Ihre erst kürzlich beendete Fortbildung umfasste 230 Unterrichtseinheiten. An diesem Montag Abend durften die Aktiven des Vereins ein wenig teilhaben an den Inhalten der Ausbildung: Was ist Trauer? Es ist ein Loslösungsprozess von dem verstorbenen Menschen. Dabei können Gedenkgottesdienste eine Hilfe auf dem Weg der Trauer sein.
Sich trennen müssen von gemeinsamen Dingen verursacht ebenfalls Trauer. Dazu gehören Arbeitsplatzverlust, körperliche Einschränkungen im Alter, Scheidung, Trennung, Abschied von Tieren. Trauer lähmt uns.
Kinder trauern anders als Erwachsene. Ihre Trauer vollzieht sich in Phasen. In einem Moment können sie todtraurig sein, im nächsten Moment sind sie wieder lebenszugewandt und fröhlich. Kinder begreifen den Tod altersgemäß unterschiedlich.
Jede der Kursteilnehmerinnen musste von sich ein Genogramm erstellen. Das ist eine grafische Darstellung eines mit biologischen und juristischen Informationen erweiterten Familienstammbaums. Wichtig ist für ein Genogramm in welcher Verbindung die Familienmitglieder zueinander stehen und welche physischen und emotionalen Beziehungen es gibt.
Zur Ausbildung gehörte auch das Thema Sterbebegleitung mit einem sehr viel intensiveren Einstieg in dieses Thema als es innerhalb des Hospizkreises vermittelt wird.
Eine Literaturbetrachtung war Pflicht: Zwei Bücher mit Themen zu Sterben, Tod und Trauer mussten gelesen und der Gruppe vorgestellt werden.
Um die „Große Basisqualifikation zur zertifizierten Trauerbegleitung“ zu erreichen wurde eine Abschlussarbeit verlangt, die das Beschäftigen mit Fachliteratur, Recherche und manchmal auch Interviews voraussetzte. Die Themen der Abschlussarbeiten der beiden Referentinnen, die sie auch mitgebracht hatten, sind einmal „Männer trauern auch – aber anders“ und zum anderen „Ältere Menschen in Trauer begleiten“.
Die Aktiven des Hospizkreis` Menden gratulierten Marion Luig und Gaby Haber zu ihrem erfolgreichen Abschluss dieser nicht ganz einfachen Fortbildung.

Autor:

Anni Grüne aus Menden (Sauerland)

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