Umweltgewissen in Recklinghausen
Ökonomie versus Ökologie!

Ökonomie versus Ökologie!

Bezug: WG lässt Baum ohne Genehmigung fällen, RZ vom 11.05.2019

von: Dr. Dr. Joachim Seeger, RE-Nord

Das ökonomische System, das uns auch sehr viel Gutes gebracht hat, zeigt in Fragen des “Umweltgewissens“ enorme Schwächen. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung gehört, dass das Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen und Werte unseres Naturkapitals geschärft und der Naturschutz von vornherein stärker in allen Politikbereichen und Wirtschaftssektoren berücksichtigt wird. Diese Sichtweise ist der städtischen Wohnungsgesellschaft (WG) in Recklinghausen wohl noch fremd. Da wird ein Baum ohne Genehmigung gefällt, was als unumgänglich deklariert wird. Hier wird dem Profit bzw. wirtschaftlichen Nutzen einseitig Priorität zuerkannt. Was sagt denn unser Bürgermeister Tesche zu der ganzen Angelegenheit? Da gilt offensichtlich die Devise: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Stadtsprecher Hermann Böckmann räumt ein, dass ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die WG eingeleitet werden würde. Die WG müsste höchstwahrscheinlich Neupflanzungen im Verhältnis eins zu drei vornehmen. Die Frage bleibt leider offen, ob es sich dabei um drei ausgewachsene Bäume oder gar um kleine Pflänzchen handelt. Es wäre doch wirklich interessant, wenn Herr Tesche diese offene Frage präzisieren würde! Es ist wirklich sehr bedauerlich, dass das “Umweltgewissen“ in Recklinghausen so schwach ausgeprägt ist.

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