Rees und seine Nachtwächter

Die Nachtwächter vom Niederrhein: Heinz Wellmann (Rees), Tomas Nienhuysen (Rees), Monika Wirtz (Emmerich), Bernhard Schäfer (Rees) und Rob Miesen (Goch).
(Foto: Dirk Kleinwegen)
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  • Die Nachtwächter vom Niederrhein: Heinz Wellmann (Rees), Tomas Nienhuysen (Rees), Monika Wirtz (Emmerich), Bernhard Schäfer (Rees) und Rob Miesen (Goch).
    (Foto: Dirk Kleinwegen)
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Nachtwächterbuch wurde in Rees vorgestellt

  • aus dem Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg vom 02.11.2017
  • von Dirk Kleinwegen (Text + Fotos)

Rees ist seit einigen Jahren Sitz der Deutschen Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren e. V. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass immer wieder interessante Veranstaltungen in Rees stattfinden. Auch die öffentliche Vorstellung des Buches „Nachtwächter und Türmer – damals und heute“ von Ulrich Metzner fand mit Unterstützung von 16 Nachtwächtern bzw. anderer gewandeter Figuren in Rees, im städtischen Koenraad-Bosmann-Museum, statt.

Die Initiative zu dem Buch kam von Nachtwächter Ferdinand Ziese aus Dortmund. Heinz Wellmann der Reeser Gildemeister und seine Vorstandskollegen konnten sich schnell mit der Idee für ein Buch über die Nachtwächterei anfreunden. Vor zwei Jahren wurde die Buchidee sämtlichen Vereinsmitgliedern vorgestellt, die daraufhin umfangreiche Informationen zur Verfügung stellten. Heinz Wellmann erinnert sich noch an das Treffen mit dem Autor und die Übergabe der Unterlagen: Ich weiß noch das seine Augen so groß waren wie der Ordner, den ich ihm übergeben habe.“

Bei der Buchvorstellung erläuterte Ulrich Metzner wie er zum Thema des Buches und zur Nachtwächter-Gilde gekommen ist. Ein Buch über die Nachtwächter-Zunft, ein ähnlicher Verein wie die Gilde, kam für Metzner nicht infrage: „Ihre Gilde hatte für mich einen unschlagbaren Vorzug – die Frauen“. Obwohl es im Mittelalter auch Nachtwächterinnen gab, werden diese bis heute nicht in der Zunft aufgenommen. Daher wandte sich Metzner an Ferdinand Ziese, einer von über 200 Mitgliedern der Deutschen Gilde der Nachtwächter, den er schon aus einem anderen Buchprojekt kannte. Er machte auch direkt klar, dass es sich bei dem Buchprojekt nicht um ein finanziertes Buch handelt, wo die Gilde oder jemand anderes für die Veröffentlich zahlen müsste.

In dem Buch finden sich nicht nur die Geschichten der einzelnen Orte, der Nachtwächter und Türmer, sondern auch allgemeine Informationen zur Nachwächterei wie deren Ausstattung, Stundenrufe und Gesänge, Besoldung, Stechuhren, sowie die Geschichte der Gilde. Die Stadt Rees findet leider nur mit zwei Bildern und einem kurzen Text Erwähnung. Am Ende des Druckwerks findet sich aber eine komplette Aufstellung der Gildemitglieder, aus Rees werden außer Heinz Wellmann und seiner Frau Heidi noch Bernhard Schäfer, Tomas Nienhuysen und der Nachtwächter-Azubi Jan Carl Roos genannt.Das Buch wurde bereits auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Zur Unterstützung waren Heinz Wellmann und sein Reeser Nachtwächterkollege Tomas Nienhuysen an einem Tag mit dabei und lockten in ihrer Gewandung die Besucher an den Stand des Verlages.

Die gebundene Ausgabe mit 172 Seiten ist im Verlag Anton Pustet, Salzburg erschienen und kann im Buchhandel zum Preis 24 € erworben werden (ISBN 978-3-7025-0877-7) .

Ein Fehler in Bezug auf Rees ist dem Autor Ulrich Metzner leider unterlaufen. Die Kasematten, auf einem Bild mit Nachtwächter Heinz Wellmann, verlegte der Autor vom Koenraad-Bosman-Museum versehentlich unter die Burg Empel. Um den Sachverhalt klarzustellen unternahm Wellmann im Rahmen einer ausgiebigen Stadtbesichtigung auch einen Ausflug zur Burgruine nach Empel. Metzner zeigte sich begeistert von der geschichtsträchtigen Stadt Rees. Sicherlich war auch die nächtliche Führung mit dem Nachtwächter und 30 weiteren Gästen ein Höhepunkt für den Münchener.

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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