Trampelpfade und freilaufende Hunde gefährden Deiche und Schafe
"DeichHelden" in Rees gesucht

An der Lindenallee in Rees werden gerne Abkürzungen über die Deiche genommen. Leider zum Nachteil der Grasnarbe.
  • An der Lindenallee in Rees werden gerne Abkürzungen über die Deiche genommen. Leider zum Nachteil der Grasnarbe.
  • Foto: Deichverband Bisslich-Landesgrenze
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

Rees. Deiche laden zum Spazieren und Radfahren ein und entwickeln sich in unserer Region immer mehr zur attraktiven Freizeitanlage. Doch ihre Hauptaufgabe ist und bleibt der Hochwasserschutz. Die öffentliche Nutzung der Deiche gelingt nur durch das positive Zusammenspiel zwischen Kommunen und Deichverband.
Die Mitglieder des Deichverbandes haben für die Deiche und ihre Aufstandsflächen zig Millionen Euro bezahlt und werden dies über die Laufzeit der Kredite von 30 Jahren auch noch lange tun. In dieser Verantwortung des sorgfältigen Umgangs mit diesem Wert, nimmt der Deichverband mit einem lachenden und weinenden Auge zur Kenntnis, dass Deiche zunehmend zum Publikumsmagnet werden.
Neben der Mitarbeit bei der touristischen Erschließung betreibt der Deichverband einen enormen Unterhaltungsaufwand, um die Langlebigkeit der Deiche und ihre Funktionsfähigkeit im Hochwasserfall sicherzustellen. Deiche und Schafe gehören zusammen und ermöglichen einen nachhaltigen und kostengünstigen Hochwasserschutz. Zudem bringen sie Urlaubsgefühle und schöne Fotomotive. Dennoch erhöht sich vielerorts der Aufwand für den Deichverband durch die Zugänglichkeit der Deiche. So kommt es bei der öffentlichen Nutzung regelmäßig zu Schwierigkeiten zwischen Hunden und Schafen.
Aber auch Trampelpfade zerstören die geschlossene Grasnarbe, da jeder Trampelpfad im Hochwasserfall eine Schwachstelle für den Deich darstellt. Die Bezirksregierung Düsseldorf bemängelt bei den Deichschauterminen diese Missstände und es entsteht ein enormer Mehraufwand beim Deichverband, der diese Feststellungen beseitigen muss.

Schilder-Aktion

Daher richtet der Deichverband einen Appell an die Bevölkerung. Bitte achten Sie auf Ihren Hund und halten ihn an kurzer Leine. Bleiben Sie auf den befestigten Wegen und verunreinigen sie nicht die Deichböschung. Die Deichböschung dient der Futterversorgung und kann im verunreinigten Zustand – auch durch Hundekot - nur noch entsorgt werden.
Mit einer kleinen Schilder-Aktion macht der Deichverband Bislich-Landesgrenze auf diese Punkte am Deich aufmerksam. „Es sollen keine Verbotsschilder sein“, erklärt Geschäftsführer Holger Friedrich mit einem zwinkernden Auge. „Wir setzen auf die Einsicht der Deich-Besucher auf den Wegen und auf unsere vierbeinigen Schafe auf der Deichwiese“.

Autor:

Lokalkompass Emmerich aus Emmerich am Rhein

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