Die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna tagte letzte Woche im Gesundheitsamt des Kreises.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna - in der Mitte vorne Anne Reichert, dahinter die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, Birgit Wippermann. | Foto: Frauenforum Unna
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Die Gleichstellungsbeauftragten setzen sich in ihren Städten und auf Kreisebene für die Umsetzung gleicher Chancen für Frauen und Männer ein.

Die Frauen arbeiten vernetzt und unterstützen sich gegenseitig bei all der Aufgabenfülle.

Darüber hinaus verfügen sie über ein vielfältiges Netz mit Kooperationspartner_innen-

Mit Anne Reichert vom Frauenforum debattierten sie über sexuelle Gewalt im öffentlichen Raum.

Ein neues Projekt im Kreis Unna spielte eine zentrale Rolle. „Ist Luisa hier?“ ist zukünftig ein Code, der Frauen in Kneipen, Bars und Diskotheken unterstützt, schnell und unkompliziert Hilfe zu bekommen.

„Fühlt sich eine Frau belästigt, bedrängt oder bedroht, kann sie das Kneipenpersonal ansprechen und nach ‚Luisa‘ fragen. Die Frau muss keine weitere Erklärung abgeben oder erzählen, warum sie Hilfe sucht,“ so Anne Reichert, Mitarbeiterin in der Fachstelle zu sexualisierter Gewalt der Frauen- und Mädchenberatungsstelle. „Das Personal kennt den Code und wird Unterstützung anbieten – das könnte sein, die Frau an einen Rückzugsort zu begleiten, ihr ein Taxi zu rufen o.ä.
Zur weiteren Unterstützung erhält die Frau einen Flyer über das Beratungsangebot der Frauen- und Mädchenberatungsstelle mit Kontaktinformationen. Die Kampagne mit dem Motto „Luisa ist hier!“ wurde von ihren Erfinderinnen im Frauennotruf Münster übernommen.

„Jede dritte Frau hat bereits Situationen erlebt, in denen sie angemacht, angestarrt oder betatscht wird,“ so Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte. „Gerade in ausgelassener Stimmung und in Verbindung mit Alkohol kommt es für Frauen immer wieder zu bedrängenden Situationen. Frauen und Mädchen brauchen dann konkrete Unterstützung, um einfach und ohne viel Aufsehen aus der Situation heraus zu kommen.“

Um erfolgreich wirken zu können, braucht die Kampagne die aktive Unterstützung der Betreibenden von Gastronomieen, Kneipen, Bars und Diskotheken.

Dazu angesprochen werden sollen z.B. Netzwerke wie Wirte-Vereine oder das kommunale Stadtmarketing in den verschiedenen Städten und Gemeinden. Plakate werden zum Aushängen in den Lokalen zur Verfügung gestellt.

Interessierte Wirte können sich u.a. über Email an die städtische Gleichstellungsbeauftragte birgit.wippermann@stadt-schwerte.de oder an Anne Reichert frauenberatungsstelle3@frauenforum-unna.de wenden.

Autor:

Gudrun Körber aus Schwerte

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