Freikauf politischer Häftlinge aus DDR-Zuchthäusern

Entlassung und Freikauf am 31.05.1978

Es ist noch nicht so lange her. Noch vor 25 Jahren verkauften die ehemaligen DDR-Machthaber politische Häftlinge aus den Zuchthäusern der DDR gegen harte Devisen und Waren an die Bundesrepublik Deutschland.

Ein geheimes Geschäft, dass über 33.755 unschuldig inhaftierten Menschen die Freiheit im Westen brachte. Bei aller Humanität, die bei den Bundesregierungen seit 1963 bis 1989 im Vordergrund stand, war es ein unwürdiges Geschäft mit Menschen, wozu es allerdings keine Alternative gab. Für die Häftlinge bedeutete dieser Handel auch einen Funken Hoffnung im Dunkeln ihrer Zellen. Für die DDR-Machthaber war es eine dringend notwendige Devisenquelle, die auch den Untergang der DDR hinauszögerte, aber nicht abwenden konnte.
In diesem Jahr blicken wir auf 25 Jahre Friedliche Revolution in der ehemaligen DDR und auf die Maueröffnung am 9. November 1989. Grund genug um Deutsch-Deutsche-Geschichte wieder mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken.

Das MDR-Fernsehen bringt in seiner Sendereihe "Geschichte Mitteldeutschlands" hierzu interessante Beiträge und Filme.

So berichtet das MDR-Fernsehen am 22.07.2014 um 21:15 Uhr in der Sendung "Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin" u.a. vom "Beschützer der Rechtlosen oder "Advokat des Teufels"?". Hier geht es um den Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der aufseiten der DDR den Freikauf politischer Häftlinge organisierte und abwickelte. Hier wird auch ein Zeitzeuge über seine Begegnung mit Wolfgang Vogel sprechen. Programm-Hinweis: Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin.
Über das Leben und Wirken des Rechtsanwalts Wolfgang Vogel sendet das MDR-Fernsehen am 27.07.2014 um 20:15 Uhr einen neuen 45-minütigen Dokumentarfilm "Wolfgang Vogel - Der DDR-Anwalt mit dem goldenen Mercedes".

Das Vermitteln und das Wecken von Interesse an Deutsch-Deutscher-Geschichte ist besonders für die jüngere Generation wichtig.

Sie leben in einer Demokratie und in Freiheit, müssen aber auch die Hintergründe und Gefahren einer Diktatur kennen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur „DDR-Geschichte aus erster Hand“ bietet hierzu eine Fülle von Lehrmaterial für Schulen an. Über das Online-Portal www.ddr-zeitzeuge.de können Schüler und Lehrer bundesweit einen Zeitzeugen auch in ihrer Nähe finden. Die Vermittlung und Organisation der Zeitzeugengespräche sind für Schulen und Bildungsträger kostenlos. Eine weitere Möglichkeit bietet das koordinierende Zeitzeugenbüro unter: www.zeitzeugenbuero.de an. Auch hier können Zeitzeugen und Materialien zur DDR-Geschichte gesucht werden.

Autor:

Wolf-Dietrich Krause aus Selm

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