Konzert mit Liedern des 17. Jahrhunderts und gelesenen Texten von Martin Petschan
Musikalische Zeitreise mit Jens Hamann

Jens Hamann. Foto: privat
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Der Mythos des antiken Sängers Orpheus, der mit seinem Gesang wilde Tiere besänftigen und sogar den Herrscher der Unterwelt zu rühren vermochte, wird am Sonntag, den 4. Oktober, um 17.00 Uhr in der kultur.kirche.herzkamp unter dem Titel „Cara mia Cetra“ präsentiert werden. Bachpreisträger Jens Hamann, der seit einigen Jahren in Herzkamp lebt, wird Lieder englischer und italienischer Komponisten des 17. Jahrhunderts singen. Thorsten Bleich aus Süddeutschland wird den international gefragten Konzert- und Liedsänger auf seinen Renaissancelauten, die im Italienischen als ‚Cetra‘ bezeichnet werden, nach antikem Vorbild begleiten.
Die musikalische Zeitreise mit Orpheus, der seine Geliebte Euridike mit Hilfe seines betörenden Gesangs aus der Unterwelt zurückgewinnen möchte, wird durch Lesungen des Wuppertaler Schauspielers Martin Petschan flankiert. Das Lautenliedduo präsentiert anlässlich dieses Konzerts ihre bei ‚conditura records‘ neuerschienene CD-Einspielung. Weitere Liederabende Hamanns, dann mit Orgel- und Klavierbegleitung, werden in den kommenden Monaten an anderen Orten Sprockhövels folgen. Bariton Jens Hamann will seine vielfältigen Kontakte in die internationale Vokalmusikszene für die Region nutzen, indem er das Klassikfestival „niederbergisch-märkisches VokalmusikFest“ in den kommenden Jahren etablieren möchte. Somit wird dieses Konzert möglicherweise ein Pilotprojekt für viele Vokalmusikveranstaltungen der Extraklasse in unserer Stadt. Die Herzkamper Kirche bietet den Konzertbesuchern unter Einhaltung der Coronavorschriften ein würdiges Ambiente.

Die Künstler:

Nach zahlreichen Preisen bei Wettbewerben wurde Jens Hamann, als höchstbewertete Männerstimme, Bachpreisträger des XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig.Jens Hamann war Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und absolvierte sein Studium in der Gesangsklasse von Rudolf Piernay an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim. In Meisterklassen arbeitete er mit Peter Schreier, Irwin Gage und Wolfram Rieger.

Der Bariton konzertierte in den Vereinigten Staaten, Japan, China, Russland und fast allen Ländern Europas. Der vielseitige Sänger tritt in europäischen Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam oder dem Parco della Musica Rom, sowie bei herausragenden Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem Festival de musique de La Chaise-Dieu oder dem Musikfest Bremen auf. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit den Dirigenten Sigiswald Kuijken, Frieder Bernius, Morten Schuldt-Jensen, Hans-Christoph Rademann und Helmuth Rilling zusammen.Eine Fülle von CD-Einspielungen liegt vor, die von der Fachpresse mit dem MIDEM Classical Award, dem Diapason d’Or, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik oder dem Pizzicato Supersonic Award gewürdigt wurden. Bemerkenswert sind die Aufführungen aller Vokalwerke Johann Sebastian Bachs beim bis 2021 angelegten Projekt „Bach:vokal“ in der Stuttgarter Stiftskirche mit Kay Johannsen. Mit Frieder Bernius arbeitete der versierte Ensemblesänger zuletzt in einem kontinuierlichen Vokalsolistenprojekt bis zum World Symposium on Choral Music 2020 in Auckland intensiv zusammen.

Thorsten Bleich studierte Gitarre an der Musikhochschule Stuttgart bei Ishan Turnagoel, bevor er sich auf eine Ausbildung mit alten Instrumenten (Lauten/Theorben) an der Akademie für Alte Musik Bremen (bei Stephen Stubbs) und an den Musikhochschulen Trossingen (bei Rolf Lislevand mit historischer Gitarre) und Köln bei Konrad Junghänel konzentrierte. Er trat u.a. beim Rheingau Musikfestival, „Tagen Alter Musik“ in Heidelberg und Berlin, Styriarte, Utrechtfestival, in der Philharmonie Köln und der Tonhalle Zürich sowie weiteren bedeutenden Musikzentren in ganz Europa und Asien auf. Bleich trat am Conservatoire de Strasbourg die Hauptfachstelle für Lauteninstrumente und historische Aufführungspraxis; seit 2011 Unterricht er in der Schweiz.

Martin Petschan, geboren in Heidelberg, ist seit 2017 Teil des Schauspielensembles der Wuppertaler Bühnen. Seine Ausbildung absolvierte er - nach zahlreichen Auftritten und eigenen Projekten in der freien Theaterszene in München - 2013-2016 an der Theaterakademie Vorpommern. Er spielte bei den Hafenfestspielen Usedom und an der Vorpommerschen Landesbühne Anklam und verkörperte 2016 am Theater Neustrelitz/Neubrandenburg den Protagonisten in "Er ist wieder da".
Seit jeher bildet die klassische Musik einen weiteren Interessenschwerpunkt von Martin Petschan. So moderierte er 2020 einen Liederabend an der Wuppertaler Oper, konzipiert selbst musikalisch-literarische Programme und gehört zum Ensemble der für 2020/21 geplanten Opern-Uraufführung "Krabat" am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten David Reichelt schrieb er 2016 das Libretto zu dessen Kurzoper "La morte di Romeo e Giulietta".

Eintrittskarten, deren Erlös der Restaurierung der Sauer-Orgel von 1889 zugutekommen, sind für 14 bzw. 12 € in Herzkamp beim Blumenhaus Frenzel, Wein Noll und im Gemeindebüro Hasslinghausen, sowie online unter www.wuppertal-live.de erhältlich.

Jens Hamann. Foto: privat
Jens Hamann. Foto: www.jens-hamann.de
Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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