Vor die Tür gesetzt
Niedersprockhövelerin muss Postbank nach Meinungswechsel verlassen

In der Postbank-Filiale in Niedersprockhövel kam es zum Meinungswechsel, woraufhin eine Kunding die Filiale verlassen musste.
  • In der Postbank-Filiale in Niedersprockhövel kam es zum Meinungswechsel, woraufhin eine Kunding die Filiale verlassen musste.
  • Foto: Hans-Georg Höffken
  • hochgeladen von Vera Demuth

Ohne ihr Paket aufgeben zu können, musste eine Niedersprockhövelerin (Name der Redaktion bekannt) die Postbankfiliale an der Hauptstraße 72 in Sprockhövel wieder verlassen. Vorausgegangen war ein Meinungswechsel mit einer Mitarbeiterin der Filiale.

Von Vera Demuth

 "Der Respekt anderen Menschen gegenüber hat nachgelassen", ist die 64-Jährige auch einige Tage nach dem Vorfall noch empört über das Verhalten der Postbank-Mitarbeiterin. In der Hoffnung, eine offizielle Entschuldigung zu erhalten, versuchte sie, Kontakt mit der Zentrale aufzunehmen, erreichte aber niemanden.
Doch wie kam es überhaupt dazu, dass die Niedersprockhövelerin die Filiale verlassen musste? Sie war dort, um ein Paket an eine Packstation zu senden und bat eine der Mitarbeiterinnen in der Postbank um Hilfe beim Ausfüllen des Aufklebers. Doch wie die Kundin die Situation schildert, konnte die Mitarbeiterin keine Auskunft geben, verwies darauf, dass sie bei der Postbank und nicht bei der Deutschen Post arbeite, und äußerte sich einer Kollegin gegenüber abfällig über die Kundin. "Ich habe ihr deshalb gesagt, dass ich mir diesen Ton verbitte", erklärt die Niedersprockhövelerin.
Daraufhin sei das Gespräch lauter geworden und schaukelte sich hoch. Auch ein weiterer Mitarbeiter schaltete sich ein. "Aber es fielen keine Schimpfwörter", betont die 64-Jährige. Letztlich wurde sie aufgefordert, die Filiale zu verlassen. Andernfalls würde man die Polizei rufen. "Damit war ich einverstanden, weil ich eine unabhängige Meinung zu dem Vorfall hören wollte", so die Niedersprockhövelerin. Doch dazu kam es nicht.

Stellungnahme der Postbank

Auf Anfrage des STADTSPIEGELs erklärt Ralf Palm von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Postbank, dass die Mitarbeiter angehalten seien, Kunden freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit und kompetent zu bedienen. "Sie helfen unseren Kunden gerne bezüglich ihrer Fragen und Wünsche rund um die Dienstleistungen der Deutschen Post und Postbank. Dass Ihre Leserin dies anders wahrgenommen hat, bedauere ich sehr", so Palm.
Auch habe er eine Stellungnahme aus der Filiale in Sprockhövel eingeholt. "In der Schilderung der Kolleginnen stellt sich der Sachverhalt deutlich anders dar, als die Kundin es Ihnen beschrieben hat", teilt Palm mit. "Der Verlauf des Gesprächs hatte zur Folge, dass die Kundin letztendlich gebeten wurde, die Filiale zu verlassen."
Zu der Frage der Redaktion, an welche offizielle Beschwerdestelle bei der Postbank sich die Niedersprockhövelerin hätte wenden können, gibt Palm keine Auskunft.

Im Netz schlechte Bewertungen

Die 64-Jährige hat allerdings einen anderen Weg gefunden, ihrem Ärger Luft zu machen – auf einem Online-Beschwerdeportal. Bei der Gelegenheit fand sie im Internet ihrer Schilderung nach weitere schlechte Bewertungen für die Postbank-Filiale in Niedersprockhövel.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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