Bai Juyi

Beiträge zum Thema Bai Juyi

Kultur
CC0 1.0 Universal
The Cleveland Museum of Art, Edwin R. and Harriet Pelton Perkins Memorial Fund 1982.68.3. Kalligraphie stellt nicht das erwähnte Gedicht dar

Frühlingswärme, ein Gedicht von Bai Juyi um 840

Wenn’s wärmer wird / vergeht mein Knochenschmerz Der Frühling kommt / mit ihm der leichte Gang Ein Vogel singt / am Blütenbaum steh ich Ein Kranich zieht / wie ich am Fluß entlang Mein schütt’res Haar / nur mühsam ich es band Mein Spiegelbild / erschrocken ich’s einfang Die mich gekannt / daran denk ich nun nicht Mir selbst nun das / Erkennen nicht gelang! Mehr... Das Original ist im Internet zu finden im "Chinese Text Projekt Quang Tang Shi", Band 458. 風痹宜和暖,春來腳較輕。 鶯留花下立,鶴引水邊行 發少嫌巾重,顏衰訝鏡明。...

  • Bedburg-Hau
  • 27.02.21
Kultur
Replika eines alten Weihrauchbrenners

Bai Juyi, Lied vom Hinterzimmer

Die Seidentüchlein nassgeweint ist ausgeträumt der Traum Zur tiefen Nachtzeit dringt zu ihr ein Lied vom Vorderraum So rosig ihr Gesicht, nicht alt die Gunst behielt sie nicht Zum Weihrauchbrenner hingeneigt sitzt sie bis Tageslicht Gebildet nach der Vorlage des Andrew Wong stelle ich euch heute wieder ein Gedicht von Bai Juyi vor. Der T’ang-Dichter schrieb in einer einfachen Sprache, las seine Verse einer Frau aus dem Volke vor und änderte was sie nicht verstand. Auf Reisen durch China traf er...

  • Bedburg-Hau
  • 19.08.18
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Kultur

Bai Juyi, Lied von der Abendsonne auf dem Fluß. Passend zum 3. Oktober

Ein grader Weg, das letzte Licht das übers Wasser streicht Der halbe Fluss ist jadegrün das halb dem Tiefrot weicht Den neunten Monat liebe ich dazu die dritte Nacht Die Tropfen Tau wie Perlen sind und Mond dem Bogen gleicht ... 一道殘陽鋪水中 半江瑟瑟半江紅 可憐九月初三夜 露似真珠月似弓 Der neunte Mondmonat ist der letzte Herbstmonat, etwa Oktober. Mondmonate fangen immer mit Neumond an, daher ist der Mond der dritten Nacht eine Sichel, genau wie er am Himmel des 3. Oktobers zu sehen ist. Die dritte Zeile bringt Begriffe...

  • Bedburg-Hau
  • 30.09.16
Kultur

In eigener Sache: Lyrik, chinesisch

Bai Juyi Frühlingswärme Bai Juyi Lied vom Hinterzimmer Bai Juyi Ich höre Zikaden Bai Juyi Klage zum Frühlingswind Bai Juyi Kranich Bai Juyi Nächtlicher Regen Bai Juyi Schnee in der Nacht Bai Juyi Sorge um die Bauernrosen Bai Juyi Lied von der Abendsonne auf dem Fluss Du Fu Die reetgedeckte Hütte Du Fu Ein Pärchen Goldpirole Du Fu Landschaft am Fluß Du Fu Vierzeiler He Zhizhang Heimkehr Jia Dao Besuch beim Einsiedler Jia Zhi Frühlingsgedanken Li Bai Klage auf der Marmortreppe Li Bai Lied am...

  • Bedburg-Hau
  • 15.10.14
Kultur
2 Bilder

Mein kleiner Schimmel, Gedicht von Bai Juyi, übersetzt von Erwin Ritter von Zach

Der Dichter Bai Juyi (auch als Po Chü-I geschrieben) lebte im 8. und 9. Jahrhundert in China. Man sagt, dass er seine Gedichte seiner Köchin vorlas und das änderte was sie nicht verstand. Nicht nur seine Liebe zu den Menschen ist aus seinen Werken zu spüren, sondern auch die zur ganzen Natur, wovon das folgende, etwas gekürzte Gedicht Zeugnis ablegt. Erwin Ritter von Zach, ein eminenter Sinologe, hat es in Prosa übersetzt und manchmal Erklärungen hineingeflochten um störende Fußnoten zu...

  • Bedburg-Hau
  • 22.05.13
Kultur

3 Gedichte von Bai Juyi [3/3]. Klage zum Frühlingswind

. . "Klage zum Frühlingswind" Am Baumesstamm / es taut der Schnee / die Knospen blütennah Vom Teichesrand / das Eis sich löst / und frei das Schilf steht da Nur gibt es noch / im Haar den Frost / weil alt es ist und weiß Vom Frühlingswind / für mich allein / ist kein Erbarmen da!

  • Bedburg-Hau
  • 08.09.12
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Kultur
Schrift: Helen Shigeko Isaacson

3 Gedichte von Bai Juyi [1/3] Ich höre Zikaden.

. . . "Ich höre Zikaden" Im Dunkel die Zikaden laut, die Nächte endlos sind und dies vermehrt das Herbstgefühl, ich wünscht' daß Regen rinnt alsob in Furcht, daß Grübelei ein Ende hat im Schlaf der Stimmenchor stets näher kommt, am Bette sich einfind't

  • Bedburg-Hau
  • 08.09.12
  • 3
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Kultur
Handschrift: Helen Shigeko Isaacson
2 Bilder

Allein bei der Zither, Bai Juyi [10/10]

. . Fenster zum Teich Am Teich wird‘s Nacht / und Lotusduft vergeht Ein Blick auf Herbst / wo Bambus tiefgrün weht Sich wieder nicht / zu mir jemand gesellt Vor Augen mir / die eine Zither steht Zither Auf krummen Tisch / die Zither stell ich hin Ich traurig sitz‘ / gefasst noch grade bin Was liegt daran / ob spielen oder nicht Die Saiten Wind / bespielt nach Eigensinn . . . Im Original weht der Bambus nicht, sondern verfärbt sich dunkel. Im Herbst erhält er eine besonders tiefe Grünverfärbung,...

  • Bedburg-Hau
  • 24.08.12
  • 2
Kultur

Schnee in der Nacht, Gedicht von Bai Juyi [8/10]

Schnee in der Nacht Bin überrascht, mein Bett und Kissen kalt Und schau erneut, nun hell des Ladens Spalt Die Nacht ist tief, ich weiß dass Schnee sich häuft Zuweil ich hör, wie Bambus brechend hallt Vielleicht ist die Fensteröffnung nur mit geöltem Papier verschlossen, wie manche Übersetzer meinen, vielleicht zusätzlich auch mit einem Laden. Des Reimes wegen musste es hier ein Fensterladen werden. Durch einen Spalt oder Spalten, wie sie durch Lamellen gegeben werden, ist dann das merkwürdige...

  • Bedburg-Hau
  • 21.08.12
  • 1
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Kultur

Kranich, Gedicht von Bai Juyi (772-846) [3/10]

Ein sehr beliebter Dichter der Tangzeit ist Bai Juyi, auch „Pai Chü-i“ geschrieben. Er lebte von 772 bis 846, wurde schon zu Lebzeiten viel gelesen, machte sich aber auch viele Feinde beim Hof durch seine kritische Meinung über soziale Missstände und Krieg. Es wird erzählt, dass er seine Gedichte einer Bäuerin vorlas und Zeilen änderte die sie nicht verstand. Das folgende Gedicht ist jedoch gar nicht so einfach, weil es eine tiefgehende Kulturkritik ausdrückt, die auch uns noch angeht. Kranich...

  • Bedburg-Hau
  • 02.08.12
  • 4
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