Doggerland: Daniel Bleckmann möchte vor allem Jungen fürs Lesen begeistern
Zeitreise in die Steinzeit

Der Kinderbuchautor Daniel Bleckmann legte mit "Family Quest - Das Amulett des Merlin" im Februar seinen Debüt-Roman vor. Jetzt hat der Dinslakener nachgelegt und „Doggerland – Die versunkene Welt“ herausgebracht – eine spannende Zeitreise in die Steinzeit.
  • Der Kinderbuchautor Daniel Bleckmann legte mit "Family Quest - Das Amulett des Merlin" im Februar seinen Debüt-Roman vor. Jetzt hat der Dinslakener nachgelegt und „Doggerland – Die versunkene Welt“ herausgebracht – eine spannende Zeitreise in die Steinzeit.
  • Foto: Marcel Nigbur
  • hochgeladen von Dunja Vogel

Der Kinderbuchautor Daniel Bleckmann legte mit "Family Quest - Das Amulett des Merlin" im Februar seinen Debüt-Roman vor. Jetzt hat der Dinslakener nachgelegt und „Doggerland – Die versunkene Welt“ herausgebracht – eine spannende Zeitreise in die Steinzeit.

Schreibstil gefiel

Etwa zehn Jahre hat Daniel Bleckmann daraufhin gearbeitet, sein erstes Buch in den Handel zu bringen. Die Idee dazu kam dem 43-jährigen Dinslakener am Ende seines Germanistik-Studiums. „Bewusst angefangen mit dem Schreiben habe ich mit der Geburt meines ersten Kindes vor acht Jahren. Da braucht man dann doch noch ein anderes Hobby“, meint der zweifache Familienvater, der das Autorendasein auch als Ausgleich zu seinem Lehrerjob sieht. Neben seinem Referendariat, mehreren Umzügen, Heirat und der Geburt seiner beiden Kinder ist ein über 500 Seiten langer Fantasy-Welzer entstanden, mit dem er 2018 versuchte, seine Literatur-Agentin zu überzeugen. „Das Buch wurde bis heute nicht veröffentlicht“, sagt er, „viel zu lang für ein Autorendebüt.“
Aber der Schreibstil gefiel. „Das war mein Türöffner in den Verlag“, erzählt er. Was Kürzeres musste her. „Family Quest“ hatte er schon im Kopf und führte schließlich zum Verlagsvertrag.
Mit „Doggerland“ ist im September das zweite Kinderbuch des Autors veröffentlicht worden. Eine weitere abenteuerliche Reise um Freundschaft, Familie, dem Erwachsenwerden und der Suche nach dem „eigenen Weg“.

Handwerk und Disziplin

Die Protagonisten Lex und Leya untersuchen neugierig die alten Felsbrocken im Wattenmeer und werden plötzlich durch ein Steinportal in die Vergangenheit befördert: 8.000 Jahre zurück in die Zeit von Doggerland, das Atlantis der Nordsee. Mit Staunen tauchen sie in die vergangene Welt der Steinzeitmenschen ein. Bleibt nur die Frage, wie sie zurückkehren, bevor der große Sturm naht und Doggerland im Meer versinkt?
Drei bis vier Monate dauerten die Vorbereitungen für „Doggerland“. „In dieser Zeit habe ich mehr und mehr mein Arbeitszimmer mit Bildern aus der Steinzeit tapeziert“, erzählt Bleckmann, der die Fächer Deutsch und Biologie am Kopernikus-Gymnasium in Duisburg-Walsum unterrichtet. Über das Internet habe er Kontakt zu einer Archäologin in Wien aufgenommen, die sein Skript gelesen und ihn unterstützt hat. „Mit ihrer Hilfe wurde das Buch zu einer interessanten und lehrreichen Abenteuergeschichte“, erzählt der Vater zweier Kinder im Grundschulalter.
Beim Schreiben sei er mittlerweile „flotter“. „Ich strukturiere meine Romane, bevor ich mit dem Schreiben beginne.“ Bücher schreiben sei Handwerk und Disziplin. Es bedarf Ausdauer, Vorbereitung und auch etwas Glück. Morgens um fünf geht der Wecker. Nach einer halben Stunde Yoga sitzt er dann eineinhalb Stunden am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer – jeden Tag, auch Weihnachten. Danach geht es in die Schule. Oftmals sei es dann schwierig sich von der Geschichte zu lösen, wenn er gerade „drin ist“, erzählt der Autor.

Lesen fördern

Daniel Bleckmann erzählt Geschichten. Nicht nur als Lehrer möchte er den Kindern etwas beibringen. „Ich versuche hauptsächlich die Jungen zu ‚catchen‘, wenn ich Romane schreibe oder welche für den Unterricht auswähle.“ Das sei ihm wichtig, ebenso wie die Leseförderung an seiner Schule. „Mädchen lesen einfach mehr“, weiß er. Einige seiner Schüler, auch die der Oberstufe oder Ehemalige, haben seine Bücher gelesen und finden es „großartig“, dass Herr Bleckmann auch Autor ist. Ob er jetzt berühmt sei, wurde er gefragt. „Das Schreiben ist für mich der Ausgleich zur Schule, ganz ohne Zwang“, sagt er dann. „Es macht einfach Spaß, meine Bücher im Laden zu sehen.“
Drei weitere Projekte stehen noch an. „Ich bin noch in der Findung, bleibe aber dem Abenteuergenre treu“, ist sich der Autor sicher.

Autor:

Dunja Vogel aus Voerde (Niederrhein)

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